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    Anwohner beschweren sich über Braunkohlentagebau Cottbus-Nord

    Cottbus/Lacoma, 08. 01. 2007: Wie der GRÜNEN LIGA nunmehr bekannt wurde, haben sich Einwohner des Cottbuser Stadtteils Willmersdorf bereits im Oktober 2006 mit einer Petition an den Landtag gegen den Braunkohlentagebau Cottbus-Nord gewandt.

    "Die seelische Belastung der Einwohner wächst, täglich kommen die Bagger näher und somit der Lärm und die Emissionen. Wo jetzt wunderbare jahrhundertealte Bäume stehen und ein wunderschönes Panorama bilden, soll ein Tagebau-Loch klaffen?" fragen die Bürger in ihrem sehr emotionalen Schreiben und verweisen weiter auf konkret drohende finanzielle Verluste "Der Verkehrswert der Grundstücke wird beträchtlich sinken. Was geschieht, wenn man aus beruflichen oder privaten Gründen sein Grundstück verkaufen muß?"

    Der Cottbuser Ortsteil Willmersdorf wird weniger als 500 m vom Tagebau entfernt sein, falls die Lacomaer Teichlandschaft abgebaggert wird. Im Mitteldeutschen Braunkohlerevier hatte das Bergbauunternehmen im Zusammenhang mit der Umsiedlung von Heuersdorf argumentiert, ein Abstand unter 600 m zum laufenden Tagebau könne niemandem zugemutet werden.

    Die Petition wurde im November 2006 beim Petitionsausschuß des brandenburgischen Landtags eingereicht. Die Unterzeichner haben die GRÜNE LIGA nunmehr gebeten, ihr Anliegen öffentlich zu machen. Auf der gestrigen öffentlichen Wanderung durch die Lacomaer Teichlandschaft zeigten etwa 150 Cottbuser Bürger sowie Gäste ihre Verbundenheit mit der vom Bergbau bedrohten Lacomaer Teichlandschaft.

    Die GRÜNE LIGA klagt derzeit vor dem Verwaltungsgericht Cottbus gegen die Beseitigung der Lacomaer Teiche und des Hammergrabens. Sie wird dabei von anderen Umweltorganisationen wie BUND, NABU und ROBIN WOOD unterstützt.


    Kontakt: René Schuster: 0355-860484, 0151-14420487