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Vattenfall-Manager haben Mitarbeiter im Tagebau Cottbus-Nord bewußt gefährdet
Potsdam/Cottbus, 31. 01. 2007: Am heutigen Tage wurde von Mitgliedern der GRÜNEN LIGA eine
Strafanzeige gegen mehrere Vattenfall-Manager eingereicht, die im dringenden Verdacht
stehen, dem brandenburgischen Bergamt falsche Unterlagen zum Tagebau Cottbus-Nord
eingereicht zu haben. Dabei wurde offensichtlich in Kauf genommen, dass die vor zwei
Jahren beantragten Grundwasserpumpen die Sicherheit der Mitarbeiter nicht dauerhaft
gewährleisteten.
Am Montag dieser Woche hat die GRÜNE LIGA in einem der gerichtlichen Eilverfahren dem
Bau weiterer konkreter Pumpen zugestimmt.
„Wir haben uns zu diesem Schritt entschlossen, da nach neueren Aussagen von Vattenfall
die Sicherheit der Mitarbeiter im Tagebau sonst gefährdet wäre.“ sagt René Schuster von
der GRÜNEN LIGA. „Das bedeutet aber gleichzeitig, dass Vattenfall in früheren Anträgen an
das Bergamt gelogen hat. Die Verantwortlichen müssen dafür zur Rechenschaft gezogen
werden. Diese Anlagen verursachen nur geringe weitere Schäden für den Naturhaushalt, da
die Trassen bereits vor dem Jahreswechsel widerrechtlich gerodet wurden.“
Nach den neuen Aussagen von Vattenfall würden die zu errichtenden Grundwasserpumpen
bereits für einen sicheren Betrieb des Tagebaus außerhalb des geschützten Gebietes
benötigt, nicht nur für eine Überschreitung des Hammergrabens. In allen weiteren Punkten
führt die GRÜNE LIGA ihre Klage gegen die Genehmigungen zur Zerstörung des Gebietes
weiter.
„Der Tagebaubetrieb südlich des Hammergrabens soll ermöglicht werden, eine
Überschreitung des Hammergrabens werden wir aber mit allen rechtlichen Mitteln
verhindern“ faßt Schuster die Haltung des Verbandes zusammen.
Die GRÜNE LIGA führt ihre Klage gegen die Zerstörung des Lacomaer Teichgebietes mit
Unterstützung von NABU, BUND und ROBIN WOOD.
Die (anonymisierte) Strafanzeige finden Sie im Anhang dieser Pressemitteilung.
Ansprechpartner:
René Schuster 0355-860484; 0151-14420487
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