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    GRÜNE LIGA fordert Klarheit zu Arbeitsplatzzahlen der Braunkohle

    Potsdam, 21. 03. 2007: Die GRÜNE LIGA fordert in der morgigen Sitzung des Brandenburgischen Braunkohlenausschusses Zahlen zum tatsächlichen Arbeitsmarkteffekt der Braunkohlewirtschaft. Dazu wurde eine formelle Anfrage an den Ausschuß gestellt.

    „Es gibt deutliche Anzeichen dafür, dass die Arbeitsmarkteffekte der Kohle in Brandenburg inzwischen unter den prognostizierten Wert von 4000 direkten Arbeitsplätzen gesunken sind. Es geht uns darum, Klarheit in die widersprüchlichen Zahlenangaben der Wirtschaftsverbände zu bringen.“ sagt René Schuster, der die GRÜNE LIGA im Braunkohlenausschuß vertritt.

    So werden seitens des Braunkohle-Wirtschaftsvereins DEBRIV seit Jahren die Arbeitsplatzzahlen des Lausitzer Reviers künstlich dadurch erhöht, dass die Mitarbeiter des Kraftwerkes Lippendorf bei Leipzig dem Lausitzer Revier zugerechnet werden. Beschäftigtenzahlen nach dem Jahreswechsel 2006/2007 hält der Deutsche Braunkohlen Industrieverein DEBRIV offenbar zurück. Bisher wurden sie monatlich veröffentlicht.

    2001 hatte ein Gutachten im Auftrag der Landesregierung Brandenburg langfristig 7000 direkte Arbeitsplätze in der Lausitz angenommen, davon 4000 in Brandenburg. Diese Werte wurden energiepolitischen Entscheidungen des Landes zugrunde gelegt. Im Rahmen der Überarbeitung der „Energiestrategie 2010“ hat die Landesregierung bisher nicht kritisch überprüft, ob die Prognosen sich bewahrheitet haben.

    Die gestellte Anfrage ist in der Anlage beigefügt. Sie wird voraussichtlich am Ende der Sitzung im Punkt „Sonstiges“ beantwortet.


    Ansprechpartner:
    Schuster 0151-14420487 (nach Sitzungsende, dieses ist für 14:00 Uhr vorgesehen)


    Norbert Wilke
    Pressesprecher der GRÜNE LIGA Brandenburg e.V.