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    Wieder ein Grund sich über eine ungerechte Bürokratie in der Stadt Potsdam aufzuregen.

    Potsdam, 10. 04. 2007: Wie das Grünflächenamt der Stadt Potsdam vergangene Woche mitteilte, werden derzeit ca. 165 Bäume in der Waldstadt II gefällt. Schön, wenn sich die Stadt Potsdam endlich um pflegebedürftige Bäume kümmert. Ärgerlich sind nur die Sonderrechte, die sich die Stadt herausnimmt.

    Seit dem Frühjahr 2006 sind alle Eigentümer der Grünflächen in der Waldstadt II dabei, diese Flächen zu pflegen. Um die Pflegerückstände der letzten Jahrzehnte aufzuholen gab es eine – von allen Eigentümern zusammen – beauftrage Pflegemaßnahme. Dabei mussten die privaten Eigentümer vom 15. März bis 15. September 2006 die Arbeiten einstellen und die Firmen nach Hause schicken. Das Naturschutzgesetz schreibt dies zum Schutz von Nist-, Brut- und Lebensstätten vor (§ 34 Brandenburgisches Naturschutzgesetz). Daran haben sich auch alle Wohnungsgenossenschaften gehalten.

    Auf den privaten Flächen sind die Fällarbeiten inzwischen abgeschlossen. Nur die Stadt Potsdam hat es nicht geschafft, ihre Flächen bei dieser über alle Eigentumsgrenzen hinweg koordinierten Pflegemaßnahme mit pflegen zu lassen. Dafür werden jetzt, pünktlich zum Beginn der Brutsaison, massenweise Bäume gefällt. Die Stadt ist scheinbar vor dem Gesetz nicht so gleich wie sonstige Eigentümer.

    Wird hier mit zweierlei Maß gemessen?



    Norbert Wilke
    Pressesprecher der GRÜNEN LIGA Brandenburg e.V.
    Tel. 0331-2015520