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Vattenfall erhöht CO2-Ausstoß der Lausitzer Kohle
Neuer Block in Boxberg treibt Gesamtemissionen nach oben
Potsdam/Cottbus, 12. 04. 2007: Der Umweltverband GRÜNE LIGA kritisiert scharf, dass die heutige Grundsteinlegung für ein weiteres Braunkohlenkraftwerk in Boxberg zur Freisetzung von mehr Klimagift aus Lausitzer Kohle führen wird.
„Durch den Neubaublock wird in Zukunft 4 bis 5 Millionen Tonnen Kohlendioxid jährlich freigesetzt. Während alle Fachleute eine Verringerung fordern, wird Vattenfall die Emissionen aus Lausitzer Kohle durch dieses Kraftwerk auf über 60 Millionen Tonnen pro Jahr erhöhen.“ erklärt René Schuster, Braunkohlenexperte des Verbandes. „Neue Braunkohlenkraftwerke sind klimapolitisch nicht vertretbar. Zumindest aber müßte im Austausch ein ineffizienterer Kraftwerksblock vom Netz gehen. Nicht einmal das ist vorgesehen.“
Vattenfall will seine ineffizienten Kraftwerksblöcke mit maximal 36 % Wirkungsgrad in Jänschwalde und Boxberg nach eigenen Angaben sogar über das Jahr 2020 hinaus betreiben. Eine weitere nennenswerte Wirkungsgradsteigerung dieser alten Blöcke ist genauso unrealistisch wie eine Nachrüstung auf CO2-Abscheidung nach dem Jahr 2020.
Angebliche 100 neue Arbeitsplätze durch den Betrieb des Neubaukraftwerkes sind zudem übertrieben. Ein von Vattenfall selbst in Auftrag gegebenes Prognos-Gutachten geht von 50-70 Arbeitsplätzen aus. Damit setzt sich der Trend fort, dass immer weniger Arbeit pro installierte Kraftwerksleistung Arbeit durch die Braunkohleverstromung gesichert wird.
Erst kürzlich war bekanntgeworden, dass ein langfristiges Festhalten an der Lausitzer Braunkohleverstromung weitere 23 Orte mit mehr als 6000 Einwohnern mit Umsiedlung bedroht.
Ansprechpartner: René Schuster
Telefon 0355-860484 oder Funk 0151-14420487
Norbert Wilke
Pressesprecher der GRÜNEN LIGA Brandenburg e.V.
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