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Rücktritt von Rauscher war längst überfällig
Aktionäre kritisieren Vattenfall-Vorstand für Braunkohle- und Atompolitik
Gemeinsame Pressemitteilung des Dachverbandes kritischer Aktionäre und der GRÜNEN LIGA
Potsdam, 18. 07. 2007: Der Dachverband Kritischer Aktionäre und der Umweltverband GRÜNE LIGA begrüßen den Rücktritt von Klaus Rauscher und fordern von Vattenfall einen deutlichen Kurswechsel weg von Braunkohle und Atomenergie. Zur diesjährigen Hauptversammlung des Energiekonzerns Vattenfall wurde von Aktionären bereits einen Gegenantrag gestellt, der die Braunkohlepolitik des Unternehmens massiv kritisiert. Damit war schon Wochen vor dem Rücktritt von Klaus Rauscher beantragt worden, den
Vorstand des Unternehmens nicht zu entlasten.
Neben dem Beitrag der Vattenfall-Kraftwerke zur Klimakatastrophe wird vor allem kritisiert, dass bis zu 33 Dörfer in der Lausitz von der Abbaggerung bedroht sind, wenn es zum Bau einer weiteren Generation Braunkohlenkraftwerke kommt, wie sie Vattenfall propagiert. Hingewiesen wurde auch auf die verheerenden Folgen weiteren Kohleabbaus auf den Wasserhaushalt ganzer Regionen.
"Vattenfall muss jetzt die Chance eines Neuanfanges nutzen und fossil-atomaren Denkblockaden der Rauscher-Generation überwinden. Eine Nagelprobe wird sein, ob das Unternehmen die Umsiedlung weiterer Lausitzer Dörfer vermeiden hilft. Bisher versucht der Konzern eine ganze Region zu vereinnahmen und zu seiner Rohstoffkolonie zu machen." sagt René Schuster von der GRÜNEN LIGA.
Gemäß dem geltenden Aktienrecht musste der Antrag auf der Internetseite des Unternehmens veröffentlicht werden. Er liegt dieser Pressemitteilung als pdf-file bei.
Auf der Hauptversammlung am 9.August in Berlin werden im Auftrag der kritischen Aktionäre Vertreter des Umweltverbandes GRÜNE LIGA das Wort ergreifen. Erstmals werden auch von der Umsiedlung bedrohte Einwohner aus der Lausitz an der Aktionärsversammlung teilnehmen und der Presse für Gespräche zur Verfügung stehen. Erwartet wird ebenso eine Reihe von kritischen Redebeiträgen von Aktionären zur Aufarbeitung der Vorfälle in den Kernkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel.
Ansprechpartner:
René Schuster, GRÜNE LIGA, 0151-14420487
Paul Russmann, Dachverband kritischer Aktionäre, 0221/599 56 47, 0176-28044523
Hintergründe:
www.lausitzer-braunkohle.de
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