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Vattenfall muss seinen Kurs ändern!Kritische Aktionäre und Braunkohlebetroffene protestieren bei HauptversammlungKöln/Cottbus, 08. 08. 2007: Bei der morgigen Hauptversammlung der Vattenfall Europe AG fordern Kritische Aktionäre eine Kursänderung in der Braunkohle- und Atompolitik des Unternehmens. In Gegenanträgen werden alle Aktionäre aufgefordert, den Vorstand nicht zu entlasten.In Protestaktionen, Redebeiträgen und Gegenanträgen kritisieren der Dachverband der Kritischen Aktionäre, ROBIN WOOD, die GRÜNE LIGA und Greenpeace unter anderem die Sicherheitsrisiken der Vattenfall-Atomkraftwerke. An der Hauptversammlung in Berlin nehmen erstmals auch Bürger aus der Lausitz teil, die vom neuen Braunkohlentagebau betroffen wären. „In der Lausitz bangen 33 Dörfer um die Zukunft, weil sie auf den von Gutachtern empfohlenen Kohlefeldern stehen. Wenn Vattenfall neue Braunkohlekraftwerke in der Lausitz baut, wären Umsiedlungen bis nach 2050 festgeschrieben. Die Verantwortung dafür kann weder das Unternehmen noch der schwedische Staat einfach anderen zuschieben“, sagt René Schuster von der GRÜNEN LIGA. „Die Menschen in unserem Dorf arbeiten aufopferungsvoll für eine Neugestaltung unserer Heimat, nachdem sie jahrzehntelang den benachbarten Tagebau erdulden mussten. Dass jetzt neue Bergbaupläne unsere Dörfer bedrohen, ist für uns wie eine schallende Ohrfeige. Wir wollen eine sichere Zukunft“, sagt Hubert Möse aus Gosda, der Vorsitzender der ´Interessengemeinschaft Klinger See´ ist. Seitens der Betroffenen wird eine Erklärung verlangt, ob das Unternehmen bereit ist, kommunale Beschlüsse in der Lausitz zu akzeptieren, auch wenn diese sich gegen eine beabsichtigte Braunkohlenförderung richten sollten. Dramatisch ist die Situation auch beim ökologisch wertvollen Schutzgebiet der Lacomaer Teiche. Das Oberverwaltungsgericht wies im Juli einen Eilantrag gegen die Zerstörung des Gebietes durch Vattenfall ab. Der Konzern möchte bereits im Herbst mit der Abbaggerung beginnen. Der Gerichtsbeschluss steht aber in offensichtlichem Widerspruch zur aktuellen europäischen Rechtssprechung. „Angesichts der anhaltenden Rekordgewinne des Unternehmens sollte sich der Mehrheitsaktionär Königreich Schweden seiner ethischen Verantwortung bewusst werden und freiwillig auf die Zerstörung des Gebietes verzichten“, fordert René Schuster. In einem weiteren Gegenantrag wird gefordert, 10 % des Bilanzgewinnes zur innovativen Nutzung der Wellenkraft zu verwenden. Das Unternehmen hatte sich geweigert, diesen Gegenantrag im Vorfeld der Versammlung allen Aktionären bekanntzumachen. Technischer Hinweis: Die Betroffenen aus der Lausitz und René Schuster stehen ab 9.45 Uhr im Foyer des Hotels Estrel für Fragen zur Verfügung. ROBIN WOOD ist ab 9.15 Uhr vor Ort. Hintergrundinformationen: www.lausitzer-braunkohle.de Kontakt: René Schuster, GRÜNE LIGA, Mobil-Tel. 0151-14420487 Dirk Seifert, ROBIN WOOD, Mobil-Tel. 0176-48118442 Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre Tel. 0221 / 599 56 47, Fax: 0221 / 599 10 24 dachverband@kritischeaktionaere.de, www.kritischeaktionaere.de |
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