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Volksinitiative gegen neue Tagebaue hat Rückhalt in der Bevölkerung
Potsdam, 01. 11. 2007: Die Kritik der Brandenburger Bevölkerung an der Planung neuer Braunkohletagebaue hält unvermindert an. Die Erfahrungen der Unterschriftensammler in der Lausitzer Region zeigen ein anderes Bild als die gestern veröffentlichte infratest-Umfrage. Bei Infoständen in Städten wie Forst unterzeichnete mehr als die Hälfte der angesprochenen Personen die Volksinitiative gegen neue Tagebaue. Vertreter aus 40 Dörfern der Region bezeichneten kürzlich in einer gemeinsamen Erklärung alle Parteien, die neue Tagebaue anstreben als nicht mehr wählbar.
Die von infratest ermittelte mehrheitliche Unterstützung der Bevölkerung für den Braunkohlekurs der Landesregierung beruht nach Ansicht der GRÜNEN LIGA darauf, die Landesregierung Arbeitsplatzängste in der Bevölkerung schürt, um ihren Lobbyismus für Vattenfall-Konzerngewinne dahinter zu verbergen. Der vielfach verbreitete Mythos von 12.000 kohleabhängigen Arbeitsplätzen entspricht jedoch längst nicht mehr den Tatsachen.
Im Verlaufe der Auseinandersetzung mit der Volksinitiative wird die Kenntnis der Argumente und Fakten in der Bevölkerung zunehmen, so daß wir weiter optimistisch sind. Dass sich bereits 36 Prozent der Bevölkerung gegen neue Tagebaue aussprachen, ist für diesen Denkprozess ein gutes Zeichen.
Tatsächlich Sind die Beschäftigten in bestehenden Tagebauen und Kraftwerken nicht durch die Forderungen der Volksinitiative gefährdet. Mehrere Jahrzehnte Arbeit sind durch die genehmigten Abbaufelder gesichert.
Schaffen erneuerbare Energien deutlich mehr Arbeitsplätze als durch die Kohlewirtschaft gesichert werden können
Sind weniger als 4000 Menschen in Brandenburg direkt in Tagebauen und Kraftwerken beschäftigt.
Sind inklusive indirekter Effekte 10.600 Beschäftigte in Brandenburg der veraltete Stand von Ende 2004 (damaliges Prognos-Gutachten). Inzwischen dürfte durch Arbeitsplatzabbau bei Vattenfall die Zahl 10.000 deutlich unterschritten sein. Diese Zahl wird durch Verlagerung nach Sachsen (Eröffnung Tgb. Reichwalde) und weitere Rationalisierung auch bei Umsetzung aller Vattenfall-Pläne weiter sinken.
Ansprechpartner: René Schuster 0151-14420487
Norbert Wilke
Pressesprecher der GRÜNEN LIGA Brandenburg e.V.
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