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    Todestag von Reimar Gilsenbach jährt zum sechsten Mal

    Sein biografisches Selbstbildnis ist wieder erhältlich

    Potsdam, 22. 11. 2007: Am morgigen Donnerstag jährt sich bereits zum sechsten Mal der Todestag des Schriftstellers und Ökologen Reimar Gilsenbach. Geboren wurde Reimar Gilsenbach am 16.09.1925 in einer Anarchistensiedlung bei Hünxe am Niederrhein. Nach dem Tod seines Vaters siedelte er nach Tharandt zu seinen Pflegeeltern. Kurze Zeit später wurde er zur Wehrmacht eingezogen, nach einem Jahr gelang 1944 bei Narwa die Flucht. Nach der Kriegsgefangenschaft legte er 1947 ein Heimkehrerabitur ab und arbeitete bis 1958 als Journalist in Dresden. Von 1951 bis 1961 war Reimar Gilsenbach Redakteur der Monatszeitschrift „Natur und Heimat“ in Berlin. Bereits hier vertrat er die Idee der Gründung von Nationalparken in der DDR, insbesondere die Sächsische Schweiz und die Müritz sollten als großräumige Areale gesichert werden. Die DDR-Oberen verhinderten damals die Umsetzung der Nationalparkidee konsequent. Um der staatlichen Gängelei zu entfliehen wurde Reimar freischaffender Schriftsteller, 1975 kehrte er der Großstadt den Rücken und zog nach Brodowin. Hier entstanden seine Bücher wie „Die Erde dürstet“; „Der Schatz im Acker“; „Schönheit der Flüsse und Seen“ und nicht zuletzt seine „Weltchronik der Zigeuner“.
    In der Wendezeit organisierte er die „Brodowiner Gespräche“ um Fachleute, Ökologen und Künstler gemeinsam über ökologische Probleme und deren Lösungen diskutieren zu lassen. Die Bemühungen eine Umweltgruppe im Schriftstellerverband der DDR zu gründen wurde von der Staatssicherheit zerschlagen. Im Jahr 1989 gehörte er zu den Initiatoren des Aufrufes zur Gründung einer Grünen Liga und wurde dann 1990 Gründungsmitgliedes unseres Vereines. Für seine langjährigen Verdienste wurde Reimar Gilsenbach 1994 mit dem Erwin-Strittmatter-Umwelt-Literaturpreis des Landes Brandenburg ausgezeichnet und im Jahr 2000 mit der Hugo-Conventz-Medaille des deutschen Naturschutzes geehrt.
    Am 10. September diesen Jahres wurde das Umweltbildungszentrum im Haus der Natur in Potsdam im Beisein von Hannelore Gilsenbach, seiner langjährigen Weggefährtin und Ehefrau, in „Reimar-Gilsenbach-Saal“ benannt.
    Reimar Gilsenbach verstarb am 22. November 2001. Sein letztes Buch „Wer im Gleichschritt marschiert, geht in die falsche Richtung“, erschienen 2004 im Westkreuz-Verlag, ist seine Biographie. Sein biografisches Selbstbildnis ist für 19 Euro bei der Grünen Liga Brandenburg (zzgl. Versandkosten) erhältlich. Bestellungen werden angenommen unter:

    GRÜNE LIGA Brandenburg
    Haus der Natur
    Lindenstraße 34
    14467 Potsdam
    Tel. 0331-2015520
    Fax. 0331-2015522



    Norbert Wilke
    Pressesprecher der GRÜNEN LIGA Brandenburg e.V.
    Tel. 0331-2015520