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Rote Karte für Vattenfall - neue Kontakte für KerkwitzPotsdam, 15. 09. 2008: Am Sonnabend dem 13.9. demonstrierten vor dem Vattenfall-Kraftwerk Jänschwalde etwa 1000 Menschen unter dem Motto "Kohle stoppen - Klima schützen" und zeigten den Plänen von Vattenfall für einen Ausbau der Braunkohlenutzung symbolisch die Rote Karte. Bundesweit protestierten damit etwa 6000 Menschen gleichzeitig gegen Kohlekraftwerke.Eine Vielzahl von Mitgliedsorganisationen der bundesweiten Klima-Allianz, wie GRÜNE LIGA, BUND, NABU, campact, attac und andere brachten auf Transparenten und Schildern die Forderung nach einer Verringerung der Kohleverstromung in Deutschland zum Ausdruck. Sie unterstützten damit das Anliegen des bevorstehenden Volksbegehrens "Keine neuen Tagebaue" in Brandenburg. Auch Umsiedlungsbetroffene des Vattenfall-Tagebaus Nochten in Nordsachsen präsentierten sich mit einem eigenen Informationsstand. Ein Teil der bundesweit angereisten Gäste nutzte die Gelegenheit, nach der Demonstration begleitet von Bewohnern des bedrohten Dorfes Grabko einen Blick in den Vattenfall-Tagebau Jänschwalde zu werfen. Die Gäste zeigten sich tief beeindruckt vom Ausmaß der Landschaftszerstörung durch den Braunkohlebergbau. Im Abschluß fand im ebenfalls bedrohten Kerkwitz ein Freiluftgottesdienst statt. Die Pfarrer Ingolf Kschenka und Mathias Berndt hielten vor Bewohnern und Gästen des Dorfes eine eindrucksvolle Dialogpredigt über das Verhältnis von Nutzung und Schutz der Schöpfung. Beim anschließenden Musikprogramm nutzten die Gäste die Möglichkeit neue Kontakte zu knüpfen und sagten den von Tagebauplänen Betroffenen auch für die Zukunft ihre Unterstützung zu. Beide Veranstaltungen verliefen vollständig friedlich und ohne Zwischenfälle, die Veranstalter bedanken sich für die gute Zusammenarbeit mit der Polizei. Merkwürdig waren jedoch einige Vorkommnisse im Vorfeld der Demonstration: so hatte Vattenfall offensichtlich eine Reihe Hinweistafeln entfernt, die den Weg zum Kraftwerk Jänschwalde wiesen. Zudem behinderte die Vattenfall-Werksfeuerwehr am Vormittag eine nahezu eine dreiviertel Stunde den Aufbauteams die Zufahrt zum genehmigten Demonstrationsort, indem sie ein pro-Braunkohle-Banner über die Staße anbrachte. Den Klima-Demonstranten war diese Form der Plakatierung indessen untersagt. Während am Demonstrationszug noch etwa 600 Menschen teilgenommen hatten, fanden sich anschließend auf dem Kundgebungsgelände etwa 1000 Menschen zusammen. Dies erklärt die ggf. abweichenden Zahlen in der bisherigen Berichterstattung. Hintergründe: www.die-klima-allianz.de http://www.die-klima-allianz.de www.lausitzer-braunkohle.de http://www.lausitzer-braunkohle.de Grüne Liga Brandenburg, Facharbeitskreis Braunkohle Tel. 0355-860484 www.lausitzer-braunkohle.de |
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