Der Umweltverband GRÜNE LIGA macht darauf aufmerksam, dass die laut Presseberichten geplante Aufweichung der brandenburgischen Klimaschutzziele zugunsten des Uraltkraftwerkes Jänschwalde klar dem rot-roten Koalitionsvertrag widerspräche.
Die Initiative veröffentlichte diese Entdeckung auf ihrer Homepage und in einem Dossier für die Presse in einer Kampagne zu Greenwashing, denn die Weine sind mit einem Label für besonders umweltfreundlichen Anbau (Haute Valeur Environnementale) ausgezeichnet, welches nichts mit Bio-Landwirtschaft nach dem europäischen Recht zu tun hat.
Daraufhin wurde Valérie Murat vom Branchenverband für Bordeaux-Weine (Conseil Interprofessionnel du Vin de Bordeaux, kurz CIVB) auf 100.000 Euro Schadensersatz verklagt, um den entstandenen Imageschaden auszugleichen. Zusätzlich fordert der Verband weitere Zahlungen an einzelne Weingüter, die Bezahlung der Anzeigen in den Zeitungen, die zuvor über die Rückstände in den Weinen berichtet hatten und die Löschung der Veröffentlichungen. Insgesamt summieren sich die Forderungen auf rund 450.000 €.
Die französische Aktivistin wird unter Anderem durch der Regionalverband des alternativen französischen Bauernverbands Conféderation Paysanne oder das Umweltinstitut München unterstützt.
Das Umweltinstitut München sagt: „Der Einsatz von giftigen Pestiziden im konventionellen Weinbau ist ein Teil der Realität. Die Realität lässt sich nicht verstecken und die Wahrheit auszusprechen, ist kein Verbrechen.“