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Verkehrsprojekt 17 Deutsche Einheit Folgen für den Spree/Havel - Bereich |
Den Schleusenneubauten in Charlottenburg, Spandau und Kleinmachnow stehen Kleingartenkolonien, die Zitadelle Spandau und das Naturschutzgebiet Buschgraben/Bäketal im Wege.
Mit Verbreiterung des Flußquerschnitts um ein Drittel im Zuge des Projekts 17 verringert sich die Flußauendynamik, da mittlere Hochwasser ausuferungslos abfließen können.
Die Fischer rechnen bei weiterem Ausbau mit Ñverheerenden Auswirkungen auf den Sauerstoffhaushaltì, denn wenn der Abfluß durch den Sacrow-Paretzer-Kanal zunimmt, verringert sich die Durchströmung der Potsdamer und Werderaner Havelseen, in denen sich die, über den Teltowkanal eingeleiteten Klärwerksableitungen Berlins sammeln. Hinzu kommt, daß die Sümpfungswasserförderung des Lausitzer Braunkohletagebaus zurückgeht und die Niederschläge Jahrzehnte brauchen, um den Grundwasserraubbau der Tagebaue halbwegs wieder auszugleichen. Daher muß die Stauhaltung zusätzlich verschärft werden, um im Sommer einen Wasserstand von 4 m überhaupt halten zu können.
Auch im Hochwasserschutz treffen die Gedanken der Naturschützer nach den Ausuferungen von Rhein und Oder auf fruchtbareren Boden. Viele Quadratkilometer große Flußauenlandschaften, die auf den Wechsel von Überschwemmungen und Niedrigwasser angewiesen sind, eignen sich als Überflutungsfläche wesentlich besser als die Innenstädte von Wroclaw oder Köln.