5 Tips der GRÜNEN LIGA für den persönlichen AtomausstiegAm 26.4.86 um 1.23 Uhr ereignete sich in Tschernobyl der bisher Größte Anzunehmende Unfall (GAU) in der Geschichte der sogenannten friedlichen Nutzung der Atomenergie. Noch heute sind die Folgen spürbar. Vielerorts in Deutschland sind Pilze und Wild noch immer deutlich höher radioaktiv belastet. Viele Menschen in Weißrussland und der Ukraine leiden unter den Folgen der Katastrophe. Angesichts der aktuellen AKW-Katastrophe in Japan wird erneut deutlich: Atomkraftwerke sind Risikotechnologie. Die GRÜNE LIGA fordert einen sofortigen Atomausstieg. Sämtliche Atomforschungskapazitäten sollten zugunsten der Erforschung erneuerbarer Energien gestrichen werden. Für all diejenigen, die nicht auf das Handeln der Politik warten wollen, hat die GRÜNE LIGA fünf Tips für den persönlichen Atomausstieg zusammengestellt:
Fünf Tips für Ihren persönlichen Atomausstieg:
Die beste Energie ist die, die nicht benötigt wird. Schalten Sie Fernsehgerät und Computer öfter mal ab und lesen Sie wieder ein Buch. Wäsche trocknet besser auf der Leine als im Trockner. Heizen mit Strom ist nicht nur teuer, sondern auch ökologisch äußerst bedenklich.
Nicht für jeden Handgriff im Haushalt braucht man ein elektrisches Gerät. Brot lässt sich mit dem Messer schneiden, Sahne von Hand schlagen. Zahnbürsten funktionieren auch ohne Strom und vieles mehr.
Die meisten Stromanbieter haben einen Teil Atomstrom in ihrem Netz. Genaueres erfahren Sie auf der Rechnung oder der Internetseite Ihres Stromanbieters. Ökostromanbieter beziehen den größten Teil ihres Stromes aus erneuerbaren Quellen, bei fossilen Quellen nutzen sie Kraft-Wärme-Kopplung. Empfehlenswert sind z.B. die Energiewerke Schönau (EWS) und die Greenpeace Energy e.G. Weitere Empfehlungen sowie Formulare zum Stromanbieterwechsel gibt es auf www.atomausstieg-selber-machen.de.
Installieren Sie auf Ihren Dach eine Photovoltaikanlage, auf Ihrem Grundstück eine Windkraftanlage. Sie haben kein eigenes Haus und keine Felder? Dann beteiligen Sie sich an einer Bürgerwindkraftanlage oder einem Gemeinschaftssolardach.
Tue Gutes und rede darüber! Sprechen Sie beim nächsten Familientreffen, im Kollegenkreis, im Fitneßstudio oder in der Schlange beim Bäcker über Ihren persönlichen Atomausstieg! So regen Sie Menschen in Ihrer Umgebung an, Ihnen nachzueifern.
Jens Heinze
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