EnergieStellungnahme der GRÜNEN LIGA e.V. zum Nationalen Allkokationsplan II Hier geht es zur Stellungnahme... 20 Jahre Tschernobyl: GRÜNE LIGA Sachsen e.V. gibt 5 Tipps für den persönlichen Atomausstieg Stellungnahme der GRÜNEN LIGA e.V. zu den: "Perspektiven der Kohle in einer nachhaltigen Energiewirtschaft" Rat für Nachhaltige Entwicklung, 14. Sitzung Nach Meinung der GRÜNEN LIGA ist der Versuch, langfristige Kohlenutzung für die Energiewirtschaft in eine Strategie der Nachhaltigkeit einzuordnen, nicht zielführend. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung sollte eher die vorliegenden guten strategischen Berichte, wie "Energiewende zur Nachhaltigkeit" des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung ‚Globale Umweltveränderungen' und "Klimaschutz durch Nutzung erneuerbarer Energien", Forschungsbericht 298 97 340 UBA-FB 99-126 (im Auftrag UBA und BMU) in seiner komplexen Herangehensweise unterstützen. Dass Kohlenutzung für eine Übergangszeit noch erforderlich ist, ist unstrittig. Dass Kohlegewinnung nicht nachhaltig ist, sicher auch. Mit der Begründung, der Braunkohlebergbau müsse wirtschaftlich arbeiten, werden z.B. nach wie vor Menschen aus ihren Heimatorten vertrieben. Eine nach unserer Meinung vernünftige Strategie, besonders schutzwürdige Bereiche nicht in Anspruch zu nehmen, um eine Andeutung von Kompromissbereitschaft bei den Bergbautreibenden zu erkennen, ist zumindest in den Bergbaugegenden der Lausitz und Mitteldeutschlands nicht in Sicht. Auch die Politik, wie im Fall Heuersdorfs (mitteldeutsches Revier /Tagebau Vereinigtes Schleenhain) die sächsische Landesregierung, unterstützt die Bergbautreibenden mit allen Mitteln, obwohl es bis heute dafür keine verfassungsrechtlich bestandskräftige Grundlage gibt. Auch strategische Erwägungen zu CO2-neutraler Kohleverstromung können nur im Teilbereich Klimaschutz langfristig helfen. Für die schwer übersehbaren Schädigungen der Bereiche Grundwasser sowie Inanspruchnahme von Natur- und Kulturraum sind keine Lösungen absehbar. Die Techniken der CO2-Einlagerung sind großtechnisch auch wahrscheinlich erst dann nutzbar, wenn die technologische Entwicklung der erneuerbaren Energien soweit fortgeschritten ist, dass die umweltverbrauchende (lediglich CO2-neutrale) Kohlenutzung in Konkurrenz dazu tritt. Zu erwarten ist eher, dass dies bei der Verteilung der knappen Forschungsfördermittel schon bald passiert. Nachhaltigkeit muss sich nach Meinung der GRÜNEN LIGA an der Ausschöpfung aller Alternativen gegenüber nicht nachhaltigen Techniken messen. · Effizienzkriterium: Bekannt und durch Studien und Konzepte unterlegt ist, dass der Atomenergieausstieg insbesondere durch Bevorzugung der Kraft-Wärme-Kopplung nicht zu einer Erhöhung der CO2-Emissionen führen muss. Natürlich muss dies ernsthaft politisch vertreten werden, auch gegenüber den Energiekonzernen. · Energiesparpotenzial: Auch dies muss ernsthaft ausgeschöpft werden. Ansätze sind mit Hilfe der DENA vorhanden. Diese reichen jedoch noch nicht aus. · Potenzial erneuerbare Energien: Wie oben erwähnt darf insbesondere die Forschung nicht gefährdet oder in Konkurrenz zu weniger nachhaltigen Technologien gekürzt werden. Langfristig werden von uns die Chancen sowohl für ausreichende Energiebereitstellung als auch für den Arbeitsmarkt (Anlagen- und Know-How-Export, aber auch Stärkung regionaler Wirtschaftsstrukturen auch in weniger entwickelten Ländern) durch Nutzung erneuerbarer Energien höher bewertet als das Setzen auf eine auslaufende, Ressourcen verbrauchende Industrie. Direkte Mängel am vorliegenden Konzept: S. 3, Ende 1. Absatz - Wettbewerbsfähige Preise bei Braunkohleverstromung gibt es derzeit nur betriebswirtschaftlich unter Vernachlässigung externer Kosten (zu Internalisierung externer Kosten vgl. "Energiewende zur Nachhaltigkeit", Kap. 5.2.1.1 bis 5.2.1.3). Unberücksichtigt sind auch die zahlreichen Stützungen (verdeckte Subventionen). Am Beispiel des Kraftwerks Lippendorf sei dies exemplarisch beschrieben. So gab es durch Sonderabschreibungen weit unter Realwert zur Erleichterung des Verkaufs des Kraftwerks Lippendorf einen erheblichen Wettbewerbsvorteil für Vattenfall (bekannt ist eine Entschuldung von 1 Mrd. DM als Sonderabschreibung, um den VEAG-Verkauf zu ermöglichen) sowie einen deutlichen Wettbewerbsvorteil während der Gültigkeit der "Braunkohleschutzklausel". Weiterhin gibt es politisch gewollten Schutz (Verpflichtung bis 2011 über Mindeststromabsatz, welcher mit dem VEAG-Verkauf vereinbart wurde). Dies zeigt, dass Braunkohleverstromung nicht selbstverständlich Marktchancen hat, sondern unter politischen Schutz gestellt werden muss, um eine hohe Auslastung zu garantieren. Industriepolitische Relevanz S. 15, Zusammengefasste Forderungen Tilo Wille GRÜNE LIGA e.V. - Fachsprecher Energie Das Positionspapier des Rates für Nachhaltige Entwicklung befindet sich hier als PDF-Datei.
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Am 15. März 2008 beschloss die Mitgliederversammlung die Grundsätze der GRÜNEN LIGA zum Themenkomplex Energie/Klima, sie traten mit Ergänzungen durch Beschluss des Bundessprecherrates vom 11. Juli 2008 in Kraft.
Den Text finden Sie
hier (PDF-Datei). Am 10. März 2007 fand eine Tagung des bundesweiten Aktionsbündnisses "Zukunft statt Braunkohle", organisiert von GRÜNE LIGA e.V.und EUROSOLAR e.V., statt. Ihr Titel lautete: Bedrohstoff Braunkohle - Unendlich viel sichere Energie oder neue Welle der Zerstörung? Zum zusammenfassenden Hintergrundpapier der Tagung gelangen Sie hier (PDF-Datei). Wir tun was, Mensch!:
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