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AKW-Betreibern die Sektlaune verderben

Das Aktionsbündnis „Atomausstieg-selber-machen“, dem auch die GRÜNE LIGA angehört, fordert als Reaktion auf das heute bekanntgewordene Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zum Atomkraftwerk Biblis private Stromverbraucher und Gewerbe auf, zu Ökostromunternehmen zu wechseln.

Das Bundesverwaltungsgericht hat die zunächst vorübergehende Abschaltung des AKW Biblis nach der Fukushima-Katastrophe[nbsp] im Jahr 2011 für rechtswidrig erklärt und damit für den Essener Atom- und Kohlekonzern RWE die Tür für Schadensersatzforderungen in dreistelliger Millionenhöhe geöffnet. E.on und RWE klagen auch vor dem Bundesverfassungsgericht gegen den Atomausstieg, der schwedische Konzern Vattenfall will vor einem internationalen Schiedsgericht Milliardenentschädigungen erstreiten. Schlimmstenfalls drohen insgesamt Schadensersatzforderungen in zweistelliger Milliardenhöhe.

„Es ist ärgerlich, dass die schwarz-gelbe Koalition offenbar mit einer dilettantischen juristischen Absicherung des Atomausstiegs den Atomkonzernen in die Hände gespielt hat. Aber Millionen private und gewerbliche Stromverbraucher, die bisher noch nicht zu konzernunabhängigen Ökostromunternehmen gewechselt sind, können jetzt den Atomkonzernen RWE, E.on, Vattenfall die Sektlaune verderben“, sagte Gerd Rosenkranz vom Aktionsbündnis „Atomausstieg-selber-machen“. Die Konzerne nähmen den von einer überwältigenden Mehrheit gewünschten und in den Parlamenten demokratisch beschlossenen Atomausstieg zum Anlass, sich noch einmal die Taschen zu füllen.

„Die Konzerne haben ihr Ziel noch nicht aufgegeben, die Energieversorgung in Deutschland weiter zu dominieren und die Energiewende zu bremsen. Dazu brauchen sie die Milliarden der Steuerzahler, die sich nicht wehren können, wenn höchste Gerichte entsprechend entscheiden. Aber als Stromverbraucher können Sie sich sehr wohl wehren. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Stromrechnungen nicht mehr auf den Konten von RWE, Eon, Vattenfall oder deren Tochterunternehmen landen. Es gibt die Alternativen.“, appellierte Rosenkranz an die privaten Haushalte, Gewerbetreibende und Unternehmen.

Das Bündnis „Atomausstieg selber machen“, ein Zusammenschluss aus Umweltorganisationen und anderen atomkritischen Organisationen und Initiativen, empfiehlt den Stromversorgerwechsel hin zu vier Vorreitern der Energiewende: Die Elektrizitätswerke Schönau, Greenpeace Energy, Lichtblick und Naturstrom setzen sich seit rund 15 Jahren konsequent für erneuerbare Energien ein und liefern bundesweit ausschließlich Ökostrom. Informationen und Hilfestellungen erhalten Stromkundinnen und -kunden unter

www.atomausstieg-selber-machen.de

oder bei der kostenlosen Hotline 0800.762 68 52.

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