Berlin, 18.03.2026. Genau eine Woche vor Ablauf der gesetzlichen Frist zur Vorlage eines neuen Klimaschutzprogramms haben heute rund 90 Organisationen unter dem Dach des Deutschen Naturschutzrings, dem Dachverband der deutschen Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen, einen gemeinsamen Appell veröffentlicht. Darin fordern sie die Bundesregierung auf, beim Klimaschutz endlich entschlossen zu handeln und ein wirksames, verbindliches Maßnahmenpaket vorzulegen. Bis zum 25. März 2026 muss die Bundesregierung ein Programm vorlegen, das den Pfad zur Treibhausgasneutralität mit seinen Zwischenzielen für 2030 und 2040 rechtssicher festschreibt. Doch schon jetzt ist klar: Mit den bestehenden Maßnahmen werden die Klimaziele verfehlt. Und die Lücke wächst.
Die Mitgliederversammlung des Umweltnetzwerks GRÜNE LIGA e.V. hat am Samstag in Berlin einen neuen Bundesvorstand gewählt. Neuer Bundesvorsitzender ist der Biologe und Landschaftsplaner Thomas Tennhardt. Er erhielt 89,3 Prozent der Stimmen. Zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden wurde Steffen Schorcht mit 92,0 Prozent der Stimmen gewählt. Josephine Sahner wurde mit 93,3 Prozent der Stimmen zur Bundesschatzmeisterin gewählt. Der langjährige Bundesvorsitzende René Schuster war nach mehreren Jahren im Amt nicht erneut zur Wahl angetreten.
„In einer Zeit, in der Natur- und Umweltschutz politisch und gesellschaftlich stark unter Druck geraten, Beteiligungsrechte eingeschränkt werden und Entbürokratisierung an falscher Stelle erfolgt, brauchen wir eine starke Stimme der Zivilgesellschaft gerade in Ostdeutschland“, sagte der neue Bundesvorsitzende Thomas Tennhardt nach seiner Wahl. „Die GRÜNE LIGA - das Netzwerk ökologischer Bewegungen in Ostdeutschland - muss im politischen Berlin wieder stärker wahrnehmbar sein und den Netzwerkcharakter stärken, auch um die Demokratie zu stärken“.
Zur Agrarministerkonferenz am 18. bis 20. März 2026 haben mehrere Bundesländer eine Beschlussvorlage eingebracht, die eine faktische Abschaffung des Förderprogramms „KlimaWildnis“ im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) zur Folge hätte.
Die vorgebrachten Argumente gegen nutzungsfreie Wälder sind allerdings sachlich falsch. Wir sind vom Gegenteil überzeugt: Naturwälder haben eine sehr hohe Bedeutung für das Erreichen der Klimaziele. Die GRÜNE LIGA hat sich deswegen gemeinsam mit vielen anderen Umweltverbänden an Bundesagrarminister Alois Rainer gewandt.
Umweltbewegungen in der früheren DDR haben einen tiefgreifenden Wandel durchlaufen. Aus basisnahen Initiativen gegen Umweltverschmutzung entstand in der Wendezeit eine breit getragene Bewegung, die durch neue Freiheiten zunächst stark wuchs. In den 1990er Jahren folgte eine Phase der Ernüchterung: Professionalisierung, Mitgliederschwund und gesellschaftliche Veränderungen stellten gewachsene Strukturen in Frage.
Heute stehen Umweltorganisationen vor neuen Herausforderungen wie der Klimakrise, politischer Polarisierung und veränderten Formen des Engagements. Die Geschichte der GRÜNEN LIGA zeigt, dass gesellschaftliche Verankerung und Anpassungsfähigkeit entscheidend sind, um auch unter neuen Bedingungen handlungsfähig zu bleiben.
Spreetal, 26.11.2025. Vor kurzem informierte die Bürgerinitiative „Walderhalt Spreetal“ über die geplante Ansiedlung eines GIV (großflächig-gewerblich-industrieller Vorsorgestandort) in unmittelbarer Nähe von Berlin, ca. 8 km vom Scharmützelsee entfernt. Rund 430 Hektar intakter Wald müssten dafür gerodet werden, zentrale Teile der Flächen gehören zum Naturschutzgebiet „Spreetal zwischen Neubrück und Fürstenwalde“.