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Pestizide

Die Artenvielfalt unseres Planeten ist in großer Gefahr – nicht nur in den fernen Regenwäldern Südamerikas und Südostasiens. Auch in heimischen Gefilden ist ein dramatischer Rückgang der Biodiversität festzustellen. Viele Tiere und Pflanzen sind vom Aussterben bedroht oder stark gefährdet. Pestizide spielen für die Bedrohung der biologischen Vielfalt eine besonders Rolle. Sie werden in der Land- und Forstwirtschaft, aber auch in Kommunen und Kleingärten eingesetzt. Die GRÜNE LIGA fordert eine radikale Reduktion des Einsatzes von Pestiziden, ein Verbot von Neonikotinoiden, eine Reform der Zulassungsverfahren und strege Kontrollen

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Exkurs: Neonikotinoide

Exkurs: Glyphosat

Exkurs: Pestizide in der Landwirtschaft - Glyphosat und Co. töten unsere Vogelwelt

Exkurs: Gewässerbelastung durch Pestizide

Exkurs: Internationale Pestizidpolitik

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Pestizide töten Insekten in Deutschlands Schutzgebieten: GRÜNE LIGA fordert: Stopp den Pestizideinsatz in Naturschutzgebieten! - Schutzzonen um Reservate notwendig

 wasser gruen „Die GRÜNE LIGA fordert von der Bundesregierung ein generelles Anwendungsverbot Pestiziden in Naturschutzgebieten. Ebenso sind Schutzgürtel von zwei Kilometer Durchmesser ohne Pestizideinsatz um die Naturschutzgebiete notwendig. Nur so wäre die Vielfalt der Insekten überhaupt noch zu erhalten“, sagt Tomas Brückmann, Pestizidexperte der GRÜNEN LIGA: „Eine aktuelle Studie der Universität Koblenz-Landau zeigt, dass Insekten in Naturschutzgebieten mit 47 verschiedenen und einem Cocktail aus bis zu 27 Pestiziden belastet sein können. Diese führen letztendlich Tod der Insekten und zu den gravierenden Verlusten an Insektenbiomasse. Amphibien und vielem Vogelarten haben nichts mehr zu fressen. Und werden immer seltener. Ein Teufelskreis!“, ergänzt der Biologe.

In den vergangenen drei Jahrzehnten sind nachweislich mehr als 75 Prozent der Biomasse an Insekten in deutschen Naturschutzgebieten verschwunden. Das beweisen Studien mehr als deutlich Studien des Entomologischen Vereins in Krefeld, der TU München und des Helmholz-Zentrums für Umweltforschung Leipzig. Die vom Weltbiodiversitätsrat (IPBES) beschriebene Biodiversitätskrise findet in Deutschland also mitten in unseren Schutzgebieten statt. Das Fatale: Ohne Insekten brechen Ökosysteme zusammen, können zum Beispiel Pflanzen nicht mehr ausreichend bestäubt werden. Experten vermuten immer mehr Pestizide als einen der Hauptverursacher für den dramatischen Rückgang.

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Deutschlandweite Studie zeigt: Insekten in Naturschutzgebieten sind stark mit Pestiziden belastet

Biene BlumeInsekten in Naturschutzgebieten sind stark mit Pestiziden belastet. Das zeigt eine aktuelle Studie unter Beteiligung der Universität Koblenz-Landau. Im Schnitt sind die Tiere mit 16 unterschiedlichen Pestiziden belastet. Keines der in Deutschland untersuchten Schutzgebiete war unbelastet, so ein weiteres Ergebnis der Studie, die am 16.12.2021 in der Fachzeitschrift „Scientific reports“ erscheint. Pestizide wurden bisher im Schutzgebietsmanagement nicht beachtet, Risikoanalysen fehlen und konventionell mit Pestizideinsatz bewirtschaftete Ackerflächen liegen mitten in Schutzgebieten und umranden diese.

In den vergangenen drei Jahrzehnten sind nachweislich mehr als 75 Prozent der Biomasse an Insekten in deutschen Naturschutzgebieten verschwunden. Die vom Weltbiodiversitätsrat (IPBES) beschriebene Biodiversitätskrise findet in Deutschland also auch mitten in Schutzgebieten statt. Das Fatale: Ohne Insekten brechen Ökosysteme zusammen, können zum Beispiel Pflanzen nicht mehr ausreichend bestäubt werden. Experten vermuten Pestizide als einen der Hauptverursacher für den dramatischen Rückgang.

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Pestizide im Koalitionsvertrag: Licht und Schatten

pestizideDie Thematik der Pestizide wird im Koalitionsvertrag an zwei Stellen kommentiert. Im Bereich Natur- und Umweltschutz und im Bereich Landwirtschaft.

Leider kommt das Thema Pestizidreduktion, um das Artensterben zu stoppen und die Einträge in Boden, Luft und Wasser zu verhindern nur sehr schwach im Koalitionsvertrag zum Ausdruck. Und das, obwohl die EU den Green Deal umsetzen will und bis 2030 eine Pestizidreduktion um 50% anstrebt. Nicht unbeachtet werden sollten auch die 1 Million Unterschriften, die die Europäische Bürgerinitiative "Bienen und Bauern retten" gesammelt hat Diese fordert ebenso eine drastische Pestizidreduktion.

Insbesondere vor dem Hintergrund des Sterbens von Insekten und damit verbunden mit starken Rückgängen der Singvögel ist es nicht hinnehmbar, dass weiter Pestizide in Naturschutzgebieten eingesetzt werden. Es ist ein 1. Ansatz Gruppen von Pestiziden in Naturschutzgebieten zu verbieten. Perspektivisch gehören jedoch keinerlei Pestizide in Naturschutzgebiete.

Sehr kritisch wird im Bereich Landwirtschaft die Verwendung des Begriffes "Das notwendige Maß" gesehen. Das heißt eigentlich, so weiter wie bisher und das einzusetzen, was der Landwirt für richtig erachtet. Es bedarf klarer Worte und eines Ziel, wenn man über den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft redet. Das heißt der Pestizideinsatz muss drastisch gesenkt werden die 50% Reduktion bis 2030 aus dem Green Deal wäre eine einforderbare Größenordnung.

Positiv zu sehen ist, dass ein Verbot von Glyphosat im Koalitionsvertrag Platz gefunden hat.

Notfallzulassungen erlauben verbotene Pestizide

IMG 2376Aufgrund einer Notfallzulassung eines längst verbotenen Insektizides nutzt die Nordzucker AG dieses Pflanzenschutzmittel nun bei der Aussaat von Zuckerrüben in Niedersachsen. Die zugelassene Anbaufläche von 34.000 Hektar, auf der das Pestizid eingesezt wird, wird zu einer Todeszone für Bienen.

Bei dem Pflanzenschutzmittel handelt es sich um ein eigentlich bereits EU-weit verbotenes Neonikotinoid, mit denen die Pflanzen gebeizt wurden. Das angewendete Insektizid nennt sich Thiamethoxam und ist als Wirkstoff in der Beize „Cruiser 600 FS“ enthalten. Es dient den Saatkörnern als Schutz vor der grünen Pfirsichblattlaus, um so hohe Ertragsverluste verhindern zu können. Die Notfallzulassung wurde durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit erteilt, weil das Vergilbungsvirus sich zultzt in Anbaugebieten der EU ausbreitete und auch Spuren innDeutschland hinterließ. Neben Niedersachsen gilt die Erlaubnis des Pestizides in Schleswig-Holstein und in fünf weiteren Bundesländern. 

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