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Pestizide

Die Artenvielfalt 654252 original R B by Erich Westendarp pixelio.deunseres Planeten ist in großer Gefahr – nicht nur in den fernen Regenwäldern Südamerikas und Südostasiens. Auch in heimischen Gefilden ist ein dramatischer Rückgang der Biodiversität festzustellen. Viele Tiere und Pflanzen sind vom Aussterben bedroht oder stark gefährdet. Pestizide spielen für die Bedrohung der biologischen Vielfalt eine besonders Rolle. Sie werden in der Land- und Forstwirtschaft, aber auch in Kommunen und Kleingärten eingesetzt. Die GRÜNE LIGA fordert eine radikale Reduktion des Einsatzes von Pestiziden, ein Verbot von Neonikotinoiden, eine Reform der Zulassungsverfahren und strege Kontrollen

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Kosten, die keiner kennt: „How much is the dish – was kosten uns Lebensmittel wirklich?“

Studie der Universität Augsburg gibt Aufschluss

MÜNCHEN. LADENPREIS – WAHRER PREIS? Wissenschaftler der Universität Augsburg präsentierten heute auf einer Pressekonferenz in München die Ergebnisse der Studie „How much is the dish – was kosten uns Lebensmittel wirklich?“. Die Studie, die die Tollwood GmbH für Kultur- und Umweltaktivitäten gemeinsam mit der Schweisfurth Stiftung in Auftrag gab, evaluiert verursachergerecht externe Kosten der deutschen Landwirtschaft. Das bedeutet: Sie entlarvt die „versteckten Kosten“, die durch drei maßgebliche Umweltbelastungen – Stickstoff, Treibhausgas-Emissionen und Energieverbrauch – bei der Produktion von Lebensmitteln entstehen, derzeit aber nicht in die Marktpreise für Lebensmittel einbezogen werden. Die Studie offenbart eine erhebliche Fehlbepreisung und damit Marktverzerrung durch die Preisdifferenz, die zwischen den aktuellen Erzeugerpreisen und den wahren Kosten liegt: Die höchsten externen Folgekosten und damit größten Fehlbepreisungen gehen mit der Produktion konventionell hergestellter Produkte tierischen Ursprungs einher: Diese müssten auf Erzeugerebene dreimal so teuer sein, als derzeit bepreist (196 % Aufschlag auf die Erzeugerpreise). Die zweithöchsten Aufschläge müssten für konventionell hergestellte Milchprodukte (96 %) und die niedrigsten für Bio-Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs (6 %) erfolgen.

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Europäische Zulassungsbehörde (EFSA) hält Glyphosataktenunter Verschluss

Im März 2015, als die EU Kommission gerade darüber verhandelte, ob man den Verkauf vom Pflanzenschutzmittel Glyphosat für weitere fünf Jahre genehmigen sollte, kam die IARC (International Agency for Research on Cancer) zur Feststellung, dass Glyphosat möglicherweise krebserregend für den Menschen sei. Nur wenige Monate später behauptete die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in ihrem Bericht, welcher sich unter anderem auf Studien vom Agrochemieunternehmen Monsanto bezog, das Gegenteil. Daraufhin suchten vier Mitglieder der European Free Alliance den Kontakt zur EFSA und erbaten Einsicht in ihre Studien, welche ihnen nur teilweise genehmigt wurde.

Durch das Zurückhalten dieser Ergebnisse, wurde die Lizens für den Verkauf von Glyphasat von den EU-Mitgliedsstaaten erneuert. Nun fand am 13. September die erste öffentliche Anhörung im Gerichtssaal in Luxemburg statt.

Genauere Details zum Fall finden Sie in diesem PDF Dokument.

Krank durch Pestizide - Neues Faltblatt informiert über Handlungsmöglichkeiten

Was tun, wenn man als Berufstätiger in der Landwirtschaft durch die Arbeit mit Pestiziden erkrankt? Kann man sich dies als Berufskrankheit anerkennen lassen? Was sind die Vorteile der Anerkennung als Berufskrankheit?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen liefert PAN Germany in ihrem neuen Infoblatt.

https://pan-germany.org/pestizide/krank-durch-pestizide-was-tun/

Export hochgefährlicher Pestizide

Deutsche Pestizidhersteller wie die BASF und Bayer CropScience exportieren Pestizide ins Ausland, deren Verkauf in Deutschland streng verboten ist. Zudem lassen sie diese Pestizide von Tochterunternehmen im Ausland produzieren. Die GRÜNE LIGA fordert ein Exportverbot für diese hochgefährlichen Pestizide.

Das Pestizit Aktions-Netzwerk e.V. (PAN) informiert in diesem Artikel ausführlich über eine Fallstudie des Freiburger Öko-Instituts zum Pestizidexport der Konzerne Bayer und BASF.

https://pan-germany.org/pestizide/pestizidhersteller-und-menschenrechte/