Potsdam / Baruth/Mark, 19.02.2026: Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat nach der vorläufigen Aussetzung und intensiver Prüfung der Unterlagen dem Eilantrag des GRÜNE LIGA Brandenburg e.V. stattgegeben. Der Bebauungsplan „Bernhardsmüh Brandenburger Urstromquelle“ der Stadt Baruth/Mark wird bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung im Normenkontrollverfahren außer Vollzug gesetzt. Damit gilt: Auf Grundlage dieses Bebauungsplans darf vorerst nicht gebaut werden.
Der Bebauungsplan wurde von der Stadt Baruth/Mark (Teltow-Fläming) beschlossen und sollte die planungsrechtliche Grundlage für eine umfangreiche industrielle Erweiterung am Standort der Brandenburger Urstromquelle GmbH schaffen. Von dieser Erweiterung würden insbesondere die Getränkehersteller Red Bull und Rauch profitieren.
Der Verein „Für eine Heimat mit Zukunft“ aus Mühlberg an der Elbe, Mitglied in unserem Netzwerk ökologischer Bewegungen, blickt auf ein erfolgreiches zehntes Jahr seines Bestehens zurück.
Infolge des Klimawandels verringert sich die klimatische Wasserbilanz im Land Brandenburg, da die Verdunstung durch steigende Temperaturen und Globalstrahlung vor allem über großflächigen offenen Gewässern zunimmt. Leider wurde der fortschreitende Klimawandel nicht in bisherige Betrachtungen einbezogen - weder in den Rahmenbetriebsplänen der Kiesabbauvorhaben noch im Hydrologischen Gutachten zur geohydraulischen Modellierung im Raum Mühlberg aus dem Jahr 2019.
Der Groß Glienicker See, durch dessen Mitte die Berlin-Brandenburger Landesgrenze verläuft, hat – ebenso wie der benachbarte Sacrower See – in den vergangenen Jahrzehnten einen drastischen Rückgang des Wasserstands verzeichnet. Dies verändert nicht nur die wertvollen Lebensräume wie die artenreiche Röhrichtzone des grundwassergespeisten Gewässers. Auch seine Bedeutung als beliebtes Bade- und Angelgewässer sowie ortsbildprägendes Landschaftselement steht unter Druck.
Cottbus/Atterwasch, 04.02.2026. Das Umweltnetzwerk GRÜNE LIGA und Bewohner*innen der ehemals vom Tagebau Jänschwalde bedrohten Dörfer nehmen die für morgen angekündigte Sprengung der Förderbrücke des Tagebaues mit Erleichterung zur Kenntnis.
„Erst mit der Sprengung der Förderbrücke sind unsere Dörfer nun definitiv sicher und nicht mehr von der Einhaltung der Zusagen aus Politik oder Unternehmen abhängig. Das ist für uns eine Erleichterung. Gleichzeitig werden wir noch für Jahrzehnte unter Folgen des Tagebaues Jänschwalde leiden.“ sagt Monika Schulz-Höpfner aus Atterwasch, ehemaliges Mitglied des Landtages Brandenburg (CDU).