Gesteinsabbau
Wir vernetzen Initiativen gegen den Raubbau an oberflächennahen Rohstoffen
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Wir kämpfen für den rechtzeitigen Ausstieg und ein Verbot neuer Tagebaue
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Bundeskontaktstelle Gesteinsabbau

Die Bundeskontaktstelle Gesteinsabbau begleitet seit ca. 1993 verschiedene Bürgerinitiativen, die sich gegen den großflächigen Raubbau an oberflächennahen Rohstoffen und die dadurch verursachte Umweltzerstörung engagieren. Im Netzwerk der Initiativgruppen Gesteinsabbau e.V., das für die GRÜNE LIGA die Funktion der Bundeskontaktstelle Gesteinsabbau wahrnimmt, sind aktuell etwa 120 Menschen aus zum Teil aktiv arbeitenden Bürgerinitiativen, Behörden-, Parteien- und Verbänden vernetzt.

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Richtig Bauen: Ressourcenschonung und Resilienz

220326 Baustelle Nähe Ostbahnhof klOnline-Diskussion

26. März 2022, 10:00 - 12:30 Uhr

Das Umweltnetzwerk GRÜNE LIGA lädt für Sonnabend, den 26. März 2022, zu einer Online-Veranstaltung zum Ressourcenverbrauch des Bauwesens ein. Nicht nur die im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung angekündigten jährlich 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr lassen uns mit Sorgen auf den Ressourcenverbrauch des Bauwesens blicken. Wir diskutieren darüber deshalb mit Ulrich Steinmeyer vom Bauwende e.V. und Stephan Kühn, Baubürgermeister der Stadt Dresden und zuvor viele Jahre Mitglied des Bundestages.

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Veranstaltung zu zweijährigem Gipsprojekt im Bürgerhaus Nordhausen endet mit Paukenschlag: Gipsindustrie strebt Probebohrungen in Naturschutzgebieten an

gipsdiskussion nordhausen

Die Abschlussveranstaltung „Gips – Rohstoff und Lebensraum“ des Umweltnetzwerkes GRÜNE LIGA in Kooperation mit dem BUND Thüringen im Bürgerhaus Nordhausen (Thüringen) endete am Dienstagabend mit einem Paukenschlag. Die Gipsindustrie arbeitet daran, hinter dem Rücken der Öffentlichkeit die Genehmigung zu Probebohrungen für neue Gipsabbaugebiete inmitten von Naturschutzgebieten des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz durch das SPD-geführte Umweltministerium des Landes Sachsen-Anhalt zu erhalten. Entsprechende Vermutungen wurden bereits im Online-Chat der Hybridtagung geäußert. Am Ende der Veranstaltung erklärte Dr. Friedhart Knolle als Vertreter des Verbands der deutschen Höhlen- und Karstforscher e.V.: „Die Vermutungen können leider bestätigt werden. Wir können nur dringend raten, sich frühzeitig dagegen zu wehren“. Die Probebohrungen sollen im Naturschutzgebiet Questenberg NSG0166 und im FFH-Gebiet 0101 genehmigt werden. Die geschützten Flächen liegen inmitten des weltweit einzigen Biosphärenreservates auf Gipskarst.

Zuvor hatten in der Veranstaltung die Architektin Judith Ottich und der grüne Bundestagsabgeordnete Bernhard Herrmann bekräftigt, dass die Antwort auf die Gipsproblematik und den hohen derzeitigen Bedarf nur eine Wende im Bau sein kann: „Ohne Bauwende keine Ressourcenwende, keine Energiewende und keine Klimawende“, so Ottich. Bernhard Herrmann, Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Bundestages, bekräftigte die Anstrengungen des Bundes für eine Bauwende und ein besseres Recycling bei Baustoffen: „Es braucht mehr Ressourcenschonung in der Bau- und Immobilienwirtschaft“. Herrmann kündigte an, dass die Bundesregierung einen Ressourcenpass einführen wolle. Damit könne man den gesamten Lebenszyklus von Baumaterialien nachvollziehen. Das sei auch im Sinne des Green Deals der EU.

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Gipsabbau in Deutschland und in Bayern: Umweltverbände fordern: Raubbau beenden – Gipsrecycling voranbringen

gipsabbau bayernDas Umweltnetzwerk GRÜNE LIGA stellte im nordbayerischen Bad Windsheim die Ergebnisse eines zweijährigen Projektes zum Naturgipsabbau in Deutschland vor. Gemeinsam mit Vertreter*innen des BUND Naturschutz in Bayern besuchte der Bundesvorsitzende der GRÜNEN LIGA die Quelle der Aisch, die infolge benachbarten Gipsabbaus zeitweise versiegte. Beide Verbände betonen, dass eine Ausweitung des Naturgipsabbaus verhindert werden muss. Dazu müssen Recycling, Alternativbaustoffe und eine ressourcenschonende Bauwende vorangetrieben werden. Für eine exzessive Ausweisung neuer Gipsabbaugebiete in der Regionalplanung gibt es keine Grundlage.

„Den wegfallenden Gips aus Kohlekraftwerken durch mehr Abbau von Naturgips ersetzen zu wollen, würde zu einem enormen Raubbau an der Natur führen.“ stellt René Schuster, Bundesvorsitzender der GRÜNEN LIGA, fest. „Deutschland muss stattdessen den Anteil von Recycling beim Gips dringend erhöhen. Die Nutzung von Sekundärgipsen und Alternativbaustoffen sind nötig. Wir fordern die Bundesregierung auf, sich zu einer nachhaltigen Bauwende zu bekennen, die den Verbrauch von Ressourcen insgesamt begrenzt“, so Schuster.

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GRÜNE LIGA legt umfassenden Bericht zum Rohstoff Gips vor: Massive Ausweitung von Naturgipsabbau nicht nötig - Bundesregierung in der Pflicht

Gipsbroschüre TitelseiteGips als billiges Nebenprodukt aus Kohlekraftwerken hat vor drei Jahrzehnten den Gipsverbrauch im Bauwesen steigen lassen. Mit dem Kohleausstieg wird schrittweise wieder weniger Gips aus den Rauchgasentschwefelungsanlagen (REA) zur Verfügung stehen. wie es nach dem Kohleausstieg mit dem Naturgipsabbau weitergeht und ob es Alternativen zu einem massiven Aufschluss neuer Gipstagebaue gibt, hat das Umweltnetzwerk GRÜNE LIGA in den vergangenen zwei Jahren intensiv untersucht und mit Akteuren diskutiert. In dem 40-seitigen Bericht „Gips: Rohstoff und Lebensraum“ wurden Ergebnisse aus Interviews, Fachgesprächen, Exkursionen und zwei öffentlichen Tagungen mit den Beteiligten aus Industrie, Forschung, Verwaltung und Zivilgesellschaft zusammengefasst.

Informationen zum Überblick liefert unser Kurzfilm.

„Während der Kohleverstromung ist eine Verwendung des entstehenden Nebenproduktes Gips natürlich nötig und sinnvoll. Allerdings wurde die Nachfrage künstlich erzeugt. Die Notwendigkeit, wegfallende Mengen Gips eins zu eins durch Naturgips zu ersetzen, kann aus dem bisherigen Verbrauch also nicht abgeleitet werden“, resümiert Projektmitarbeiterin Dr. Josephine Sahner. Seit den 1980er Jahren fiel aufgrund von Gesetzesvorgaben zur Rauchgasentschwefelung in Kohlekraftwerken REA-Gips an. Dadurch hatte sich der Markt von anfangs 5 Millionen Tonnen Gips auf den heutigen Stand des Verbrauches von ca. 10 Millionen Tonnen Gips in etwa verdoppelt.

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Termine

Ökomarkt am Kollwitzplatz
06 Oktober 2022
12:00 - 19:00
Kollwitzplatz, Prenzlauer Berg, Berlin
RepairCafé (Dresden und) Freital
06 Oktober 2022
17:00 - 20:00
Online
Einmaleins der Saatgutvermehrung
08 Oktober 2022
10:00 - 16:00
Johannishöhe, Tharandt
Apfeltag im Zschonergrundbad
09 Oktober 2022
15:00 - 18:00
Dresden, Merbitzer Straße 61

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