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30 Jahre GRÜNE LIGA

Schwere Plagiatsvorwürfe: Deutsche Pestizidprüfbehörde soll bei Monsanto abgeschrieben haben

Landwirtschaftsministerin muss umgehend Zulassung für Glyphosat überprüfen

Berlin, 16.01.2019. Bei der europäischen Wiederzulassung des Pestizidwirkstoffs Glyphosat soll das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zu hohen Anteilen aus dem Zulassungsantrag des Pestizidherstellers Monsanto abgeschrieben haben. Glyphosat erhielt im letzten Jahr trotz Warnungen der Krebsagentur der Weltgesundheitsorganisation (IARC) durch die EU-Kommission eine Neuzulassung für fünf Jahre. Im Auftrag des Pestizidausschusses des EU-Parlaments waren die BfR-Bewertungen nun auf Plagiate überprüft worden. Die GRÜNE LIGA fordert eine umgehende Überprüfung der Zulassung von Glyphosat durch das Landwirtschaftsministerium.

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Ausstellung "Irrweg Pestizide"

Unter dem Jahresmotto "Nur mit Insekten brummt die Landwirtschaft" macht der NABU Kornwestheim dieses Jahr auf das Insekten- und Artensterben aufmerksam. Dafür nutzt er unter anderem die Ausstellung "Irrweg Pestizide". Auf 13 Tafeln werden hier die Probleme aufgezeigt, die aus den veränderten kulturlandwirtschaftlichen Methoden hervorgegangen sind. Die Ausstellung konzentriert sich dabei primär auf den intensiven Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Insektiziden, welche eine große Gefahr für die Biodiversität darstellen.

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Neues Pestizid schadet Hummeln

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Erst im Frühjahr diesen Jahres hatte die Europäische Union drei Wirkstoffe aus der Gruppe der sogenannten Neonicotinoide europaweit verboten. Nun drängt die Agrarchemie mit einem neuen Pestizid auf den Markt. Sulfoxaflor heißt der neue Wirkstoff, der bereits in geringen Mengen Insekten töten oder ihr Nervensystem schädigen kann. Zudem haben Wissenschaftler der Royal Holloway Universität London dem Wirkstoff nachgewiesen, dass er die Fortpflanzungsfähigkeit von Hummeln stark verringert.

https://www.zdf.de/politik/frontal-21/die-bienenkiller-100.html

Nutella-Haselnüsse werden mit giftigem Pestizid gespritzt

Die Haselnüsse für das Schokomuß des Marktführers Nutella kommen gegenwärtig meist aus Chile. Dort werden ihre Plantagen mit dem hochgiftigem Pestizid Paraquat behandelt. Das berichtet aktuell der ARD-Weltspiegel. Paraquat ist aufgrund seiner Gefährlichkeit in Europa verboten. Es wird von Wissenschaftlern als krebserregend bezeichnet, kann Nierenversagen auslösen und zu Fortpflanzungsproblemen führen.

https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/chile-haselnuesse-pestizide-102.html

Akademie der Wissenschaften fordert Änderungen in der Pestizidpolitik

Im Rahmen eines Leopoldina-Workshops trafen sich im März 2017 Umweltwissenschaftler*innen aus Chemie, Ökologie, Landwirtschaft und verwandten Bereichen, um sich über die aktuelle Umweltsituation hinsichtlich der Chemikalien in Deutschland zu beraten, erkennbare Fehlentwicklungen zu identifizieren und Lösungsvorschläge zu entwickeln.

Die Nationale Akademie der Wissenschaften warnt nun vor den Gefahren des Einsatzes von Pestiziden. Sie nehmen an, dass sich unter anderem der Insektenschwund, das Aussterben von Vogelarten und die Grundwasser- und Bodenbelastung durch Pestizidrückstände weiter verschärfen wird. Daher fordern sie unbedingt neue Perspektiven in der europäischen Agrar- und Chemikalienpolitik.

Das hier verlinkte Papier dient als Beitrag zur Weiterentwicklung der Risikoabschätzung von Pestiziden. Es werden Umweltprobleme und Ursachen beschrieben, die durch die Nutzung dieser Wirkstoffe entstehen und gleichzeitig Empfehlungen für einen umwelt- und naturschutzgerechten Umgang mit Chemikalien aufgestellt.

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