Das 26. Umweltfestival des GRÜNE LIGA Berlin e.V. feierte endlich wieder live und in Farbe in der Kulturbrauerei. 2021 startete das Umweltfestival mit einer konkreten politischen Forderung an die zukünftige Regierung. Das Regierungshandeln muss – auch in Berlin - eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie umsetzen und Aspekte wie Klimaschutz und Gesundheit zusammendenken. Neben kulturell-wissenschaftlicher und musikalischer Unterhaltung ging es um eins der drängendsten Themen der Zeit: die Digitalisierung. Das Umweltfestival greift dieses mit dem Motto Digitalisierung? Natürlich nachhaltig! auf: „Einerseits bietet die Digitalisierung neue Möglichkeiten für eine umweltfreundlichere, ressourceneffizientere und umfassendere Entwicklung. Andererseits könnte es, wenn es nicht nachhaltig weiterentwickelt wird, immer mehr Energie und Rohstoffe verbrauchen, unökologische Verbrauchsmuster verstärken und den Ressourcenverbrauch und Elektroschrott erhöhen.“ Begründet Leif Miller Landesvorsitzender des GRÜNE LIGA e.V. die Themenwahl „Eine umfassende und richtungsweisende Analyse der positiven und negativen Auswirkungen der Digitalisierung auf die Umwelt ist dringender denn je notwendig.“ so Miller weiter. Ein Teil der 60 Ausstellungsstände und das vielfältige Bühnenprogramm blickten aus verschiedenen Perspektiven auf Digitalisierung und diskutierten mit Expert*innen über Chancen und Risiken.
Ganz nach unserem diesjährigen Motto „Digitalisierung? Natürlich nachhaltig!“ wird das Umweltfestival 2021 hybrid, also digital und real als Veranstaltung stattfinden.
Das reale Umweltfestival
Am 19. September 2021 laden wir zum realen Umweltfestival – Corona bedingt in einem kleineren Rahmen – auf das Gelände der Kulturbrauerei in Berlin-Prenzlauer Berg ein. Von 11 bis 19 Uhr gibt’s ein buntes Bühnenprogramm, tolle Ausstellende, Mit-Mach-Aktionen und spannende Informationsmöglichkeiten vor Ort. Und natürlich tollen Bio-Streetfood. Mehr Infos
Wer den Weg zur Kulturbrauerei nicht alleine findet, kann sich der Fahrrad-Kreisfahrt des ADFC Berlin anschließen, die vor der Kulturbrauerei am Umweltfestival endet. Zeitnah gibt’s bei unserem Partner ADFC Berlin mehr Informationen dazu: https://adfc-berlin.de/aktiv-werden/bei-demonstrationen/kreisfahrt.html
Digitalisierung? Natürlich nachhaltig!
Wir wollen über Chancen und Risiken der Digitalisierung sprechen, den Bezug zu Umwelt-, Natur- und Klimaschutz verdeutlichen und Fragen zu Suffizienz, Gemeinwohl und Sicherheit adressieren. Zudem wollen wir schauen, was das letzte Jahr mit uns allen gemacht hat: Ein Jahr in dem wir fast permanent online waren und mehr vor Bildschirmen verbrachten als bisher.
Der seit Jahren umstrittene Privatflugplatz in Groß Leuthen (Landkreis Dahme-Spreewald) wird nicht errichtet werden. Die beiden Antragsteller zogen ihren Antrag auf Erteilung einer Flugplatzgenehmigung für den Sonderlandeplatz zurück. Das Verfahren wurde daraufhin eingestellt, teilte die gemeinsame Obere Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg den Umweltverbänden mit. Geplant wurde der private Landeplatz von einem ehemaligen Berliner Flughafenmanager („Mr. Tegel“) und heutigen Geschäftsführer des Bremer Flughafens sowie einem Partner. Der Flughafenmanager besitzt Medienberichten zufolge ein Wochenendhaus in Groß Leuthen und wollte regelmäßig an die Ostsee fliegen. Das Vorhaben am Rande des Spreewaldes und in unmittelbarer Nähe zu Naturschutzgebieten traf vor Ort auf heftigen Widerstand. Es wurden eine Zunahme von Lärm sowie diverse Auswirkungen auf Natur und Umwelt befürchtet.
Die Brandenburger Umweltverbände BUND Brandenburg und Grüne Liga Brandenburg lehnten den geplanten privaten Sonderlandeplatz aus naturschutzfachlicher Sicht ab. Bereits im Februar 2021 reichten die Umweltverbände eine umfangreiche Stellungnahme ein.
Wir suchen Berlins attraktivste Immobilien für kleine Brummer und Summerinnen. Für die kleinen Berliner zählt jeder noch so kleine Fleck grün, mit einem reichen Nahrungsangebot und Unterschlupf für die Nacht oder die kalten Tage. Du wohnst in Berlin und gärtnerst auf kleinem Raum? Dann bewirb dich mit deinem lebendigen Fensterbrett, Balkon, Baumscheibe, Beet, ….
Der Wettbewerb endet am 31. August 2021!
Was ist los in deinem Minigarten!
Lass uns und alle Berlinerinnen und Berliner daran teilhaben, wie dein Minigarten wächst. Was sprießt und wer kommt alles zu Besuch?
Was brauchen wir von dir?
Schick uns das ausgefüllte Bewerbungsformular und zeig uns deinen Minigarten. Du kannst fotografieren, filmen, zeichnen, dichten, schreiben. Die Gewinner*innen kürt unsere Fachjury.
Die Gewinnerinnen und Gewinner werden bei einer feierlichen Preisverleihung ausgezeichnet. Zu gewinnen gibt es tolle Sachpreise.
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Am 05. Juni 2021 konnte unsere Bundesmitgliederversammlung, wenn auch nur online, endlich wieder stattfinden.
Nachdem die Versammlung 2020 pandemiebedingt verschoben werden musste, boten die Berichte der Bundeskontaktstellen und Regionalverbände Anlaß für einen regen Austausch: Von der Beteiligung an der Landesgartenschau in Brandenburg, über die Problematik der Tesla Giga-Factory, Natura2000-Stationen in Thüringen bis zum Widerspruchsverfahren zum Tagebaus Jänschwalde gab es viele Themen vorzustellen und zu besprechen. Auch Kiesabbau bei Mühlberg, Folienspargelanbau und der vom Bundesverband organisierte Dialog um den Abbau von Naturgips wurden diskutiert.
Der bisherige Bundesvorstand wurde mit großer Mehrheit wiedergewählt. Der Vorsitzende René Schuster (Umweltgruppe Cottbus), der stellvertretende Vorsitzende Reinhard Dalchow (GRÜNE LIGA Oberhavel) sowie Schatzmeister Jonas Bechtel (GRÜNE LIGA Dresden/Oberes Elbtal) freuen ich auf die weitere Zusammenarbeit mit den Mitgliedsgruppen.
In den Bundessprecher*innenrat wurde auch Mareike Homann gewählt, die bereis als Vertreterin der GL Berlin erste Erfahrungen in dem Gremium sammeln konnte. Andreas Wegener, langjährige Leiter der Streuobstprojekte der GRÜNEN LIGA Dresden wurde neu gewählt und Jens Heinze vom Umweltbildungshaus Johannishöhe als Bundessprecher bestätigt. Bei der nächsten Bundesmitgliederversammlung kann noch eine weitere Person in das Gremium gewählt werden. Der seit 2018 gesunkene Frauenanteil wird dann hoffentlich wieder steigen, mahnte René Schuster im Schlusswort der Wahlversammlung an.