Das Düngerecht soll novelliert werden, hier ergeben sich Handlungsspielräume für dringend nötige Verbesserungen, aber auch die Gefahr einer Verschlechterung bei mangelndem politischen Willen.
Ein gemeinsames Positionspapier der GRÜNEN LIGA, der Deutschen Umwelthilfe, Greenpeace, BUND, dem Deutschen Naturschutzring und dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft plädiert für mehr Rechtssicherheit und Gewässerschutz. Es legt in konkreten Forderungen die Leitlinien eines zukunftsfähigen Düngerechts vor.
Die Vorgaben der EU-Nitratrichtlinie müssen konsequenter umgesetzt werden. Schon im Oktober 2025 hat das Bundesverwaltungsgericht festgestellt, dass die deutsche Düngeverordnung die EU-Nitratrichtlinie nicht ausreichend umsetzt. Diese verlangt verbindliche Aktionsprogramme, die in der Novellierung nun festgeschrieben werden sollten. Zudem sollte das neue Gesetz eine strikte Obergrenze für organische Düngung (von maximal 170 kg N/ha), eine Stickstoffüberschussabgabe und die Vorgabe zur Erstellung einer betrieblichen Nährstoffbilanz beinhalten. Die Verbände unterstreichen die Notwendigkeit für ein strikteres Düngerecht auch zur Umsetzung der WRRL.