Die Europäische Bürgerinitiative (EBI) Bienen und Bauern retten! steht kurz vor einem historischen Erfolg: Mehr als eine Million Menschen haben die von einem europäischen Bündnis aus über 220 Organisationen getragene Initiative unterzeichnet. Sie fordert unter anderem einen EU-weiten Ausstieg aus der Anwendung chemisch-synthetischer Pestizide bis spätestens 2035. Die Initiative betont, dass bis einschließlich Donnerstag trotzdem noch weiter Unterschriften gesammelt werden müssen, um ungültige Unterschriften ausgleichen zu können.
Mehr als eine Million Menschen aus ganz Europa haben die Europäische Bürgerinitiative (EBI) Bienen und Bauern retten! (engl.: Save bees and farmers!) unterzeichnet. Darüber hinaus konnte die erforderliche Mindestanzahl an Unterschriften in zehn EU-Mitgliedsstaaten erreicht werden: In Deutschland, Belgien, Österreich, Frankreich, Spanien, den Niederlanden, Dänemark, Ungarn, Lettland und Rumänien. Erforderlich für den Erfolg der Initiative wäre das Erreichen der Mindestanzahl in lediglich sieben Ländern gewesen. Sollten die nationalen Behörden mindestens eine Million Unterschriften für gültig erklären, gilt die EBI als erfolgreich. Dann müssen die Europäische Kommission und das Europaparlament die Forderungen der Initiative auf die Tagesordnung setzen.
Das 26. Umweltfestival des GRÜNE LIGA Berlin e.V. feierte endlich wieder live und in Farbe in der Kulturbrauerei. 2021 startete das Umweltfestival mit einer konkreten politischen Forderung an die zukünftige Regierung. Das Regierungshandeln muss – auch in Berlin - eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie umsetzen und Aspekte wie Klimaschutz und Gesundheit zusammendenken. Neben kulturell-wissenschaftlicher und musikalischer Unterhaltung ging es um eins der drängendsten Themen der Zeit: die Digitalisierung. Das Umweltfestival greift dieses mit dem Motto Digitalisierung? Natürlich nachhaltig! auf: „Einerseits bietet die Digitalisierung neue Möglichkeiten für eine umweltfreundlichere, ressourceneffizientere und umfassendere Entwicklung. Andererseits könnte es, wenn es nicht nachhaltig weiterentwickelt wird, immer mehr Energie und Rohstoffe verbrauchen, unökologische Verbrauchsmuster verstärken und den Ressourcenverbrauch und Elektroschrott erhöhen.“ Begründet Leif Miller Landesvorsitzender des GRÜNE LIGA e.V. die Themenwahl „Eine umfassende und richtungsweisende Analyse der positiven und negativen Auswirkungen der Digitalisierung auf die Umwelt ist dringender denn je notwendig.“ so Miller weiter. Ein Teil der 60 Ausstellungsstände und das vielfältige Bühnenprogramm blickten aus verschiedenen Perspektiven auf Digitalisierung und diskutierten mit Expert*innen über Chancen und Risiken.
Der Landschaftspflegeverband „Mittelthüringen“ e.V. hat gemeinsam mit der GRÜNEN LIGA Thüringen das Kooperationsprojekt „Mit Strukturvielfalt zur Insektenvielfalt“ gestartet. Im Rahmen des Projektes werden bis 2023 Streuobstwiesen in den Landkreisen Sömmerda und Weimarer Land und in der Stadt Weimar saniert. Dazu sollen insgesamt rund 550 Bäume durch Pflege erhalten und rund 1.000 hochstämmige Obstgehölze neu angepflanzt werden sowie der Unterwuchs entbuscht werden. Streuobstwiesen gehören in Thüringen seit vielen Jahren zu den gesetzlich geschützten Biotopen. An vielen Stellen sind sie durch Überalterung in ihrer Existenz bedroht.
„Wir freuen uns sehr über die Bewilligung unseres Projektantrages „Mit Strukturvielfalt zur Insektenvielfalt“. In diesem Projekt wollen wir überalterte Streuobstwiesen in Mittelthüringen verjüngen und diesen wertvollen Lebensraum für Insekten und andere Tier- und Pflanzenarten aufwerten und erhalten. Alte und neue Bewirtschafter müssen zur Instandsetzung der Streuobstwiesen unterstützt werden, was durch dieses Projekt gelingen kann. Mit der GRÜNEN LIGA Thüringen e.V. haben wir einen kompetenten Kooperationspartner gewinnen können, der sich seit Jahren für den Erhalt und die Pflege von Streuobstwiesen stark macht.“ sagt Jana Apel, Geschäftsführerin des Landschaftspflegverbandes Mittelthüringen e.V. und Leiterin der Natura 2000-Station Mittelthüringen/Hohe Schrecke.
SAVE THE DATE! Hiermit möchten ich Sie herzlich einladen, im Rahmen einer bundesweiten online Tagung am 08.10.2021 mit uns die Umweltverträglichkeit des Naturgipsabbaus zu diskutieren.
Mit dem vom Bundestag beschlossenen Kohleausstieg fällt langfristig auch REA-Gips als Nebenprodukt der Kohlekraftwerke weg. Dies erhöht den Druck auf den deutschen Naturgipsabbau und wirft die Frage nach den Auswirkungen des Abbaus auf die Natur auf. Der Bundesverband GRÜNE LIGA e.V. lädt die Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Betroffene, sowie die Bauindustrie zu einer öffentlichen Debatte ein.
Wir freuen uns auf Vorträge von u.a. Dr. Hermine Hitzler (Architects4Future), Bärbel Vogel (Vorsitzende, Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher e.V.) und Dr. Olaf von Drachenfels (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz).
Diese Veranstaltung wird als Teil des Projektes „Naturgipsabbau in Deutschland“ durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.
Ganz nach unserem diesjährigen Motto „Digitalisierung? Natürlich nachhaltig!“ wird das Umweltfestival 2021 hybrid, also digital und real als Veranstaltung stattfinden.
Das reale Umweltfestival
Am 19. September 2021 laden wir zum realen Umweltfestival – Corona bedingt in einem kleineren Rahmen – auf das Gelände der Kulturbrauerei in Berlin-Prenzlauer Berg ein. Von 11 bis 19 Uhr gibt’s ein buntes Bühnenprogramm, tolle Ausstellende, Mit-Mach-Aktionen und spannende Informationsmöglichkeiten vor Ort. Und natürlich tollen Bio-Streetfood. Mehr Infos
Wer den Weg zur Kulturbrauerei nicht alleine findet, kann sich der Fahrrad-Kreisfahrt des ADFC Berlin anschließen, die vor der Kulturbrauerei am Umweltfestival endet. Zeitnah gibt’s bei unserem Partner ADFC Berlin mehr Informationen dazu: https://adfc-berlin.de/aktiv-werden/bei-demonstrationen/kreisfahrt.html
Digitalisierung? Natürlich nachhaltig!
Wir wollen über Chancen und Risiken der Digitalisierung sprechen, den Bezug zu Umwelt-, Natur- und Klimaschutz verdeutlichen und Fragen zu Suffizienz, Gemeinwohl und Sicherheit adressieren. Zudem wollen wir schauen, was das letzte Jahr mit uns allen gemacht hat: Ein Jahr in dem wir fast permanent online waren und mehr vor Bildschirmen verbrachten als bisher.