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Von der Kohlekommission zum Kohlekonzern: Petition für Rücktritt von Stanislaw Tillich

190925 tillich petitionDer am 24. September bekanntgewordene Wechsel von Sachsen Ex-Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) in den Aufsichtsrat des Braunkohleförderer Mibrag sorgt für bundesweite Empörung. Eine erst am Folgetag gestartete Petition erreichte schon binnen zwei Tagen bereits mehr als 32.000 Unterzeichner. Die Initiatorin Hannelore Wodtke aus Welzow (Brandenburg) fordert darin den Rückzug von Tillich von dem Aufsichtsratposten und die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses. Der sächsische CDU-Politiker war einer der Vorsitzenden in der sogenannten Kohlekommission, in der auch Wodtke für die Tagebaubetroffenen saß. Auch nach dem Bericht der Kommission plant die Mibrag weiterhin die sächsischen Dörfer Pödelwitz und Obertitz abzubaggern. Einen Erhalt der Dörfer lehnte Tillich in der Kommission entschieden ab.

„Das ist ein Korruptionsskandal sondergleichen. Tillich, tritt zurück, leg dein Aufsichtsratsmandat nieder, beende dein falsches Spiel“, fordert die Welzower Stadtverordnete Hannelore Wodtke (Grüne Zukunft Welzow): „Heute sehen wir, für wen Tillich die ganze Zeit Politik machte, nicht für die Menschen, sondern für sich und den Kohlekonzern Mibrag. Tillichs Wechsel in dem vermutlich hochdotierten Posten des Aufsichtsratschefs ist für mich ein Betrug an den Bürgerinnen und Bürgern“.

Weiter fordert Wodtke eine Untersuchungsausschuss auf Bundesebene: „Die Bundesregierung war verantwortlich für die Besetzung der Kohlekommission. Deswegen fordere ich auch die Abgeordneten im Bundestag auf, einen Untersuchungsausschusses zur Besetzung der Kommission und zur Aufklärung der Verstrickung zwischen Tillich und Mibrag einzurichten. Ich will, dass dieses klimaschädliche Falschspiel Konsequenzen hat!“.

Petition: #Howdareyou: Tillich, tritt zurück!

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