In einer Ende Juni eingereichten Stellungnahme machen die Naturschutzverbände in Berlin, Brandenburg und Sachsen deutlich, dass keine zusätzlichen Braunkohle-Abbaugebiete genehmigt werden dürfen, wenn die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie ernst genommen werden. Derzeit werden europaweit die Bewirtschaftungspläne und Maßnahmeprogramme zum Schutz der Gewässer überarbeitet.
Zwei Tage vor einem Treffen von Wirtschaftsminister Gabriel mit den Landesministern zum Klimabeitrag haben Betroffene aus den Braunkohletagebauregionen im Rheinland, in der Lausitz und in Mitteldeutschland Bundeskanzlerin Merkel in einem offenen Brief dazu aufgefordert, an der vorgelegten "Klimaabgabe" festzuhalten sowie einen klaren Fahrplan für ein geordnetes und sozialverträgliches Auslaufen der Braunkohlenutzung vorzulegen.
Die GRÜNE LIGA wertet den Beschluss des Berliner Abgeordnetenhauses gegen den Tagebau Welzow-Süd II als historische Zäsur für Brandenburgs Braunkohlenplanung.
Die GRÜNE LIGA Berlin ruft gemeinsam mit der Initiative „Anti-Kohle-Kette“ auf, mit einer grenzüberschreitenden Menschenkette zwischen den Dörfern Kerkwitz in Deutschland und Grabice in Polen ein Zeichen gegen Kohleabbau in der Lausitz zu setzen. Hier soll eine riesige Kohlengrube entstehen.
Die GRÜNE LIGA e.V. sieht mit großer Sorge die derzeitige energiepolitische Entwicklung, die zu einer Zunahme der Braunkohleverstromung in Deutschland in den verbangenen Jahren geführt hat. Die Mitglieder der GRÜNEN LIGA konkretisierten auf ihrer Mitgliederversammlung die energiepolitischen Grundsätze um einen Beschluss zur Braunkohleverstromung, der sich auf die aktuelle energiepolitische Debatte in Bund und Ländern bezieht. Die GRÜNE LIGA ruft ihre Mitglieder auf, sich am 10. Mai an der Großdemonstration "Energiewende nicht kentern lassen!" in Berlin zu beteiligen (13 Uhr Kapelle-Ufer am Hauptbahnhof).