Am 2. Januar diesen Jahres wurde unser Wald für den Tagebau Nochten zerstört. Das Sächsische Oberverwaltungsgericht hatte den Eilantrag der Eigentümer*innen abgelehnt und sich mit einer Begründung bis zum 22. Dezember 2025 Zeit gelassen.
Seit 2020 hatte unsere Bundeskontaktstelle Braunkohle den Wald gepachtet und hier einen einmaligen Veranstaltungsort geschaffen. Die enteignete Familie, die den Wald standhaft nicht verkauft hat, hat nun am 22. Januar 2026 Verfassungsbeschwerde eingereicht, um das Vorgehen von LEAG, Oberbergamt und Oberverwaltungsgericht überprüfen zu lassen.
Der Umgang mit dem Klimaschutz ist dabei ein zentrales Thema: Das CO2-Budget der Lausitzer Kohlekraftwerke zur Einhaltung des 1,5-Grad-Zieles hatten Wissenschaftler*innen der Universität Flensburg mit 205 Millionen Tonnen ab Januar 2022 beziffert. Trotz Absatzrückgang und Verkleinerung zweier anderer Tagebaue wird die LEAG dieses Budget im Jahr 2028 überschreiten (Quelle: Ist-Daten und 2025 veröffentlichte Einsatzplanung der LEAG).
Dann ist die Lausitzer Braunkohle entweder dafür verantwortlich, dass Deutschland das Ziel verfehlt und die Klimakatastrophe ungehemmt weiterwütet oder dass in anderen Bereichen wie Verkehr und Gebäuden noch drastischere Einschnitte nötig werden als ohnehin. Um auch noch bis 2038 baggern zu können, soll gleichzeitig das Teilfeld Mühlrose mit einem Rahmenbetriebsplan neu genehmigt werden.
Einige Bilder aus den Jahren 2020 bis 2025 von unserem Wald gibt es auf der Webseite der Umweltgruppe Cottbus.