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Krach macht krank

Anlässlich des morgigen "Tags gegen Lärm" fordert die GRÜNE LIGA die Kommunen auf, ihre Verpflichtung zur Mitwirkung der Bevölkerung bei der Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie ernst zu nehmen.

[nbsp]Pressemitteilung zum "Tag gegen Lärm" am 16.4.2008

Krach macht krank

Kommunen müssen Verpflichtung zur Mitwirkung der Bevölkerung bei der Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie ernst nehmen

Berlin, 15.04.2008: Bis zum 18. Juli 2008 müssen Kommunen, die von der ersten Phase der Umgebungslärmrichtlinie betroffenen sind, ihre Aktionspläne zur Bekämpfung von Lärm aufgestellt haben. Die GRÜNE LIGA fordert die Kommunen auf, die Umgebungslärmrichtlinie als Chance für den Weg zu leiseren Städten zu begreifen und die Vorgaben der Richtlinie zu einer umfassenden Mitwirkung der Bevölkerung bei der Aufstellung der Aktionspläne ernst zu nehmen.

Lärm hat Einfluss auf die Erholung, die Konzentrationsfähigkeit und den Krankenstand von Menschen. Nach einer Studie des Europäischen Bundes für Transport und Umwelt verursacht Verkehrslärm jährlich 55.000 tödliche Herzinfarkte in Europa. Auch andere Studien weisen das große Gefährdungspotential von Lärm nach.

Verkehrslärm wird mit Abstand am häufigsten durch den Straßenverkehr verursacht. Allerdings sind Schienen- und Flugverkehrslärm nicht zu unterschätzen, da gerade der Fluglärm besonders stark schädigt und der Bahnverkehr insbesondere in den Nachtstunden - die eine wichtige Erholungsfunktion für den Menschen besitzen - die Anwohner stört.

Die GRÜNE LIGA fordert die Kommen auf, wirksame Maßnahmen gegen Lärm zu treffen. "Das Aussitzen des Problems ist keine geeigneten Maßnahmen gegen Lärm, auch Schallschutzfenster sind eine Maßnahme von vorgestern", so Katrin Kusche, die Bundesgeschäftsführerin der GRÜNEN LIGA. Die größten Potentiale liegen in der Verkehrsvermeidung und der Veränderung des Modalsplits in Richtung Fahrrad und öffentlicher Personenverkehr. "Push and pull" ist angesagt, das heißt: den Individualverkehr erschweren und umweltverträglichere Verkehrsträger fördern, zum Beispiel durch eine Senkung der Bahnpreise und eine Verbesserung der städtischen Angebote für den Radverkehr. Das beginnt bei verkehrssicheren Radwegen und kann bis zu kostenlosen beziehungsweise sehr preiswerten Citybikes reichen - Städte wie Paris, Kopenhagen und Barcelona sind da schon ein ganzes Stück weiter. Solche Maßnahmen mindern nicht nur den Lärm, sondern wirken sich auch positiv auf die innerstädtischen Feinstaubmengen, die Fitness der Menschen und die Unfallhäufigkeit im Straßenverkehr aus. Viele weitere Maßnahmen sind möglich: zum Beispiel Tempo 30, LKW-Fahrverbote, Parkraumbewirtschaftung, Straßenumbauten, Anschaffung leiserer Fahrzeuge ...

Zudem sollten Vorhaben in anderen Bereichen grundsätzlich gleich unter dem Gesichtspunkt des Lärms mitbetrachtet werden. "Integriertes Denken ist notwendig, zum Beispiel sollten bei der Wärmesanierung von Fassaden in Städten schallabsorbierende Materialien gleich mit eingesetzt werden", schlägt Katrin Kusche vor.

Viele Kommunen haben mit der Aktionsplanung noch nicht begonnen. Doch aktiver Lärmschutz ist aus Sicht der GRÜNEN LIGA Lebensqualität. Die Bürgerinnen und Bürger vor Ort wissen genau, wo die Lärmprobleme sind. Die Kommunen müssen jetzt dringend mit der Aktionsplanung starten und sollten nicht versäumen, diese Vor-Ort-Expertinnen und -Experten in die Aktionsplanung einzubeziehen. Die Mitwirkung - die mehr ist als nur das "Abnicken-Lassen" vorgelegter Pläne - ist laut Umgebungslärmrichtlinie nicht nur vorgeschrieben, sondern kann für Städte ein echter Erfolgsfaktor werden. Nur engagierte und langfristig strategische Aktionsplanung wird nach Ansicht der GRÜNEN LIGA erfolgreich zur Minderung von Lärm führen.

Weitere Informationen zum Thema Umgebungslärmrichtlinie bietet die GRÜNE LIGA unter www.uglr-info.de.

Ansprechpartner: Marc Wiemers, 0163/8399149

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