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Europaweite NGO-Kampagne ruft EU-Kommission zum Handeln gegen hormonell wirksame Chemikalien auf

Mit zwei Aktionen haben deutsche und europäische Umwelt- und Verbraucherschutzverbände die Politik zum Handeln gegen Chemikalien aufgefordert, die wie Hormone wirken. In einem offenen Brief haben die Verbände zu mehr Engagement aufgefordert, um die Belastungen von Menschen und Umwelt durch hormonell wirksame Chemikalien zu verringern. BürgerInnen haben zudem die Möglichkeit, sich mit der Kampagne „Stoppt hormonell wirksame Chemikalien“ an einer aktuellen Konsultation der EU-Kommission zu beteiligen.

Die deutschen Umweltverbände Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. (PAN Germany), Women in Europe for a Common Future (WECF), Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) und GRÜNE LIGA e.V. haben in einem offenen Brief die deutschen Bundesminister Christian Schmidt (Ernährung und Landwirtschaft), Hermann Gröhe (Gesundheit) und Dr. Barbara Hendricks (Umwelt) zu mehr Engagement aufgefordert, um die Belastungen von Menschen und Umwelt durch hormonell wirksame Chemikalien zu verringern. Gemeinsam mit anderen europäischen Umweltverbänden rufen sie BürgerInnen mit der Kampagne „Stoppt hormonell wirksame Chemikalien“ dazu auf, sich an einer aktuellen Konsultation der EU-Kommission zu beteiligen.

Während andere Länder wie Frankreich, Dänemark oder Schweden nationale Aktionspläne entwickelten, sei von der deutschen Bundesregierung wenig und eher Industriefreundliches zu vernehmen, kritisieren die Organisationen. Hormonell wirksame Chemikalien können in das empfindliche Hormonsystem eingreifen und so die Entwicklung von Menschen und Tieren stören. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunehmende Belastung mit diesen Stoffen als „globale Bedrohung“ bezeichnet. Wissenschaftler sehen einen Zusammenhang zu den steigenden Raten hormonbedingter Erkrankungen wie Brust- und Hodenkrebs, Unfruchtbarkeit, Diabetes, Fettleibigkeit und Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen.[nbsp]

Aktuell erarbeitet die EU-Kommission Kriterien, anhand welcher hormonell wirksame Chemikalien künftig identifiziert und reguliert werden. Dazu gibt es eine öffentliche EU-Konsultation. „Jeder sollte an dieser wichtigen Konsultation teilnehmen und die Verantwortlichen in Brüssel und Berlin auffordern, endlich hormonell wirksame Chemikalien, die Gesundheits- und Umweltschäden verursachen können, zu verbieten“, sagte Susanne Smolka, Biozidexpertin bei PAN Germany. Erleichtert wird dies über eine NGO-Onlineplattform.

Anbei können Sie den offenen Brief sowie das Hintergrundpapier zur Regulierung endokriner Disruptoren nachlesen.

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alligatorgruenundbissig

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