Die Aktivierung von Wohnraum im Bestand ist eine der zentralen Herausforderungen für Kommunen. Immer mehr Städte führen Programme und Strategien ein, um sich dem Thema anzunehmen. Doch das Handlungsfeld ist neu und der Austauschbedarf groß. Die GRÜNE LIGA reagiert auf diesen Bedarf mit mehreren Vernetzungsangeboten.
Karlsruhe/Rohne, 30.12.2025. Das Bundesverfassungsgericht hat heute mitgeteilt, dass es die Enteignung und Rodung eines Waldes für den Braunkohlentagebau Nochten (Landkreis Görlitz, Sachsen) nicht mit einer einstweilige Anordnung stoppen wird. Über die Verfassungsbeschwerde selbst wird das Gericht später entscheiden und so die Rechtmäßigkeit der Enteignung überprüfen. Der Kohlekonzern LEAG hat die Fällung des Waldes für 2. Januar 2026 angekündigt.
Am 30. Oktober 2024 beschloss das Sächsische Oberbergamt die Enteignung des von der Umweltgruppe Cottbus gepachteten Waldes für den Tagebau Nochten. Am 1. Januar 2026 soll er zerstört werden – wenn Gerichte das nicht kippen. Unterstützt von vielen Spenden reichten die Grundeigentümer*innen Klage und im Februar 2025 auch einen Eilantrag beim Oberverwaltungsgericht Bautzen ein. Das Gericht entschied erst am 10. Dezember zugunsten des Tagebaues. Die Gründe will es noch nachliefern. Die Grundeigentümer*innen kündigten umgehend Verfassungsbeschwerde an. Auch weil sie ein Vorhaben nicht als Gemeinwohl anerkennen können, das die Erreichung der Klimaschutzziele unmöglich macht.
Ältere Osterzgebirgler*innen, die vor der Aufklärung des Internetzeitalters groß geworden sind, haben ihn fürchten gelernt: den Mummum. Neben den Matzeln und den Moosmännln gehörte er zu den gefährlichsten Geschöpfen im Miriquidi. Man sollte ihn besser vertreiben, bevor er sein Unwesen treiben kann!
Seit ein paar Jahren droht wieder großes Unheil im östlichen Erzgebirge: in der Unterwelt von Zinnwald, auf den Höhen von Liebenau. Es kann kein Zufall sein, dass sich Lithium auf Mummum reimt!
Im Rahmen des Projektes „Win-Win im Bestand“ führte die GRÜNE LIGA im November 2025 zwei Zukunftswerkstätten in Regensburg und Lüneburg durch. Gemeinsam mit lokalen Akteur*innen aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft wurden die Herausforderungen und Potenziale der Wohnraummobilisierung im Bestand diskutiert.
Die Werkstatt war in beiden Städten eine willkommene Gelegenheit, sich mit dem Wohnungsbestand und den Handlungsmöglichkeiten zu befassen. Denn die Notwendigkeit das Thema anzugehen, ist unbestritten.